HDR, HDR und HDR: Heute schon verwirrt worden?

Foto: LG

Wollt oder müsst ihr gerade einen neuen Fernseher kaufen? Prima. Wer sich fachlich über elementare Dinge wie HEVC oder HDCP informiert hat, kann sich als Nächstes um die Frage "curved oder flach" kümmern. UHD sollte sowieso klar sein. Danach arbeiten wir uns in das Thema LCD, LED Backlight, OLED oder gar "IGZO" ein. Jetzt fehlt nur noch die Sache mit dem HDR. HDR10? Dolby Vision? HLG? Was zur Hölle?

Denn wenn Sie so weit gekommen sind, dann müssen Sie wahrscheinlich gar keinen neuen Fernseher kaufen. Sie sind entweder Stephen Hawking, Konstrukteur bei Samsung oder reif für ein geschlossenes Haus mit gemeinschaftlichem Fernsehzimmer. Trotzdem: Gemeinsam mit seinen Partnern führt uns LG auf der kommenden IFA die Vorteile von HDR-Inhalten vor.

Derzeit sind die OLED-TV-Geräte von LG die einzigen auf dem Markt verfügbaren Lösungen, die sowohl das offene Format HDR10 als auch Dolby Vision unterstützen, so meldet uns der koreanische Elektronik-Gigant. Und nun gibt es eben auch noch "HLG". Die Abkürzung steht für "Hybrid-Log-Gamma-Technologie". Das klingt toll. Das klingt nach Stephen Hawking.

Der HLG-Standard, so lernen wir, wurde von der BBC in Kooperation mit der japanischen NHK entwickelt. Die Technik nutzt einen singulären Bitstream zur Signalübertragung. Dieser kann sowohl von neuen, HDR-kompatiblen als auch von älteren Empfängern, die kein HDR unterstützen, verarbeitet werden. Prima. Genau hier können wir aufhören. Die Kiste kann es, also muss ich das nicht wissen. Oder?

HLG wurde entwickelt, um HDR-Inhalte via Kabel auszustrahlen und Streaming-Inhalte in höchstmöglicher Qualität bereitzustellen. Zur IFA bietet LG nun die erste öffentliche Präsentation von HDR-Technologie, die HLG-Inhalte mit "High Frame Rate" (HFR) verbindet. Dabei zeigen die Koreaner, die BBC und die European Broadcasting Union Inhalte im "HFR-HLG-Format", die sowohl mit MPEG DASH (IP Streaming) als auch mit DVB-T2-Übertragungstechnik kompatibel sind. HFR sei eine junge Technologie, die statt mit 24 mit bis zu 120 Frames pro Sekunde arbeitet.

Alles klar. "Kein anderer Anbieter kann heute im HDR-Bereich eine vergleichbare Flexibilität aufweisen wie wir mit unseren TV-Geräten", erklärt Brian Kwon, President der Home Entertainment-Sparte bei LG Electronics. "Private Endanwender sind daher mit LG auf der sicheren Seite, egal um welchen HDR-Standard es geht."

Prima. Ich geh dann mal zurück ins gemeinschaftliche Fernsehzimmer.

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