"The Ultimate Beastmaster": Netflix wagt die globale Game-Show

Foto: Netflix

Wer erinnert sich noch an den "Running Man"? Ja, genau, eine von Arnold Schwarzeneggers filmischen Jugendsünden aus dem Jahr 1987. Da war der Terminator gerade 40 geworden und übte auf dem ersten Höhepunkt seiner Hollywood-Karriere schon an einem zweiten Gesichtsausdruck über den T-800 hinaus. Der "Running Man" musste in einer ungemütlichen Zukunft an einer Fernsehshow auf Leben und Tod teilnehmen und Jennifer Lawrence, die zukünftige Katniss Everdeen, war noch gar nicht geboren.

"Running Man" spielt im Jahr 2017 und wie bei den meisten Science Fiction-Szenarien wird es zum Glück wohl nicht ganz so schlimm kommen. Aber die Welt ist klein und es passiert wenig wirklich Neues. Arnolds Kumpel Sylvester Stallone rief uns alle gerade zum Casting für "The Ultimate Beastmaster". Das passt. Denn 2017 wird die Show für Netflix wohl fertig sein, ab Ende diesen Monats wird sie gedreht, und die Produktionsfirma hat auch "The Biggest Loser" gemacht.

Das Interessante daran: "The Ultimate Beastmaster" läuft bei Netflix zwar unter dem Begriff "Serie" und alle zehn geplanten Folgen sollen wie üblich zum Start-Termin gleichzeitig online gehen. Aber der "Beastmaster" ist eigentlich ein Format, das es bisher so beim Streaming-Service nicht gab. Es ist eine Game-Show, in der insgesamt 108 Kandidaten aus den USA, aus Brasilien, Südkorea, Mexiko, Japan und -hehe - Deutschland um den Sieg kämpfen werden und es wird Kommentatoren für jedes teilnehmende Land geben, die dann in der jeweiligen Sprache für die einheimische "Netflix Original"-Version sorgen.

Das "Beast", welches der "Master" bezwingen soll, wird wohl so eine Art ultimativer Hindernis-Parcours sein. In den ersten neun Folgen werden die Kandidaten für das Finale ausgesiebt, die dann um den Titel des "Ultimate Beastmaster" kämpfen.

"Die Einladung zu einer Partnerschaft mit Netflix und Mega-Produzent Dave Broome bei diesem revolutionären Konzept war eine Gelegenheit, der ich nicht widerstehen konnte", so Mitproduzent Sylvester Stallone laut Variety. "Die Welt wird in Ehrfurcht dabei zuschauen, wie großartige Konkurrenten aus der ganzen Welt anstrengende körperliche Herausforderungen meistern - und dabei zu Siegern und Helden werden. Der Parcours ist herausfordernd wie noch niemals zuvor und ich bin begeistert, bei dieser Produktion dabei zu sein".

Oh ja, die Welt wird dabei zuschauen. Zumindest die Verantwortlichen vieler Fernsehsender rund um den Globus, die nach der gerade startenden "Late Night"- ähnlichen Talkshow mit Chelsea Handler Netflix nun dabei beobachten können, wie der Streaming-Gigant als Konkurrent ein weiteres Genre erobert. "The Ultimate Beastmaster" ist Reality-TV, Game-Show und Sport zugleich. Und wird mit "Rocky" Sylvester Stallone mit Sicherheit als ganz großes Kino spektakulär und teuer inszeniert sowie produziert werden und nicht, wie bei der Fernseh-Konkurrenz, nur billig den Platz zwischen den Werbeinseln füllen.

"Als globaler Internet TV-Sender kann nur Netflix ein so unwiderstehliches Event erschaffen, bei dem großartige Konkurrenten aus sechs Ländern gegeneinander antreten, mit Kommentatoren, die das Publikum aus diesen Ländern liebt und dann alle Episoden auf einmal bereit stellen, in mehreren Sprachen, damit unsere Abonnenten sie genießen können, wo auch immer sie sind ", so freut sich Erik Barmack, "Vice President International Originals" bei Netflix. "Mit Sylvester Stallone und Dave Broome an der Spitze wird es ein unverschämter Spaß werden."

Na dann. Mögen die Spiele beginnen.

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