StarTrek: Die Schlacht um Axanar endet mit Frieden in der Föderation

Screenshot: YouTube - Star Trek Axanar

Live long and prosper! Leonard Nimoy alias Mr. Spock hat auf dem Paramount-Studiogelände zur Erinnerung nun eine eigene Straße. Und Paramount will tatsächlich zusammen mit CBS wohl sogar noch "beyond" gehen, also darüber hinaus und den Frieden in der Föderation endgültig retten. Die Macher von "Axanar" werden nicht in Grund und Boden geklagt. Obwohl der Gegner, wie so oft im wirklichen Leben, also dem "StarTrek"-Universum, längst schon chancenlos und all seiner fantastischen Waffen beraubt am Boden lag.

Axanar darf jedenfalls weiterleben. J. J. Abrams höchstselbst verkündete dies auf einer Werbeveranstaltung für den kommenden Blockbuster "Star Trek Beyond" im sonnigen Kalifornien und wenn J. J. Abrams das sagt, dann darf man es glauben. Zwar ist er "nur" Produzent beim neuesten Enterprise-Abenteuer, aber die Macht ist mit ihm in Hollywood und seine Begründung für den Sinneswandel bei den Herren der Studios ist, wie Mr. Spock es sagen würde, logisch.

Der von Paramount und CBS eingeschlagene Rechtsweg gegen die Macher des ersten per Crowdfunding finanzierten Spielfilms aus dem Leben der StarTrek-Föderation wäre "kein geeigneter Weg zum Umgang mit Fans", so Abrams. "Star Trek Beyond"-Regisseur Justin Lin sei als langjähriger Fan wirklich sauer gewesen und hätte die Einstellung des Rechtsstreits von den Studios gefordert.

Vielleicht wird jetzt niemals bis zu Ende geklärt werden können, wem die Ohren von Spock wirklich gehören oder ob klingonisch eigentlich patentierbar ist. Dabei hatte der zuständige Richter doch schon angedeutet, dass die entsprechenden Ideen von Paramount und CBS nicht völlig abwegig sind. Dass Millionen Fans in aller Welt die Schlacht um Axanar sehen wollen und dass "StarTrek" für viele davon so viel mehr ist, als ein Film oder eine Serie, ist den Paragrafen schließlich egal.

Man muss sicher noch das Kleingedruckte beachten. Es sind viele Anwälte im Spiel. CBS hat angekündigt, demnächst klare Regeln bekannt zu geben, was die Fans dürfen- und was nicht. Aber die Macht ist nicht mehr allein bei den Studios. Sie ist auch in den Millionen von Zimmern, in denen kleine Jungs wie einst ich an Bildschirmen in Welten aufbrechen, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. In den Hotels und Kongresszentren rund um die Welt, in denen sich erwachsene Menschen zu "StarTrek Conventions" treffen und ihr besseres Traum-Universum wirklich leben. Und, selbst wenn die Trekkies sie nicht leiden können: Vielleicht ist ja doch hier und da auch ein Jedi dabei.

So wie Alec Peters zum Beispiel, der als ehemaliger Anwalt (!) und Ex-Trainer der US-Nationalmannschaft im Volleyball sich nun vielleicht seinen eigenen ganz persönlichen Lebenstraum erfüllen und als "Garth von Izar" und Kapitän eines eigenen "U.S.S. Starships" in die Schlacht von Axanar ziehen und so zum Vorbild und Helden für Captain Kirk himself werden kann. Dafür wird er als Producer noch besondere Kräfte brauchen. Aber auch in anderen Galaxien scheint die Produktion von Crowdfunding-Blockbustern durch Fans tatsächlich zu beginnen.

Egal, ob es nun die Weisheit eines Jedis oder das stets auf Vernunft und Ausgleich bedachte Wirken eines Vulkaniers war, die die Studios zum Einlenken bewegte: Der Weg zur Schlacht bei Axanar scheint frei. Die Trekkies brechen auf in neue Welten und Realitäten, die sie nie zuvor gesehen haben. CBS bringt eine neue "StarTrek" Serie. Und Paramount geht "beyond":

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