Amazon, Netflix, whatever- die Streaming-TV Highlights im Mai.

Foto: Amazon, ©Universal Pictures
Hach ja. Der Realität gewordene Männer-Traum Scarlett Johansson ist "Lucy". Obwohl ihre Parade-Rolle im Marvel-Universum ja eigentlich die "Black Widow", also die "schwarze Witwe" ist. Als "Lucy" wird sie gezwungen, ihren Körper für den Drogenschmuggel einzusetzen. Plötzlich kann Lucy ihre geistigen Fähigkeiten voll ausnutzen, weil die heikle Ware in ihren Blutkreislauf gelangt ist. Und weil wir angeblich normalerweise nur zehn Prozent unseres Gehirns auch wirklich verwenden, mutiert sie zu einer wahren Kampfmaschine mit telekinetischen Fähigkeiten.

Der rasante und noch relativ frische Science-Fiction-Reißer von Regie-Ikone Luc Besson ist sicher einer der Höhepunkte im Amazon Prime-Programm für den Mai. Und natürlich der "Terminator Genisys" mit einem T-800, also einem Arnold Schwarzenegger, der sich im Lächeln übt- mit einem Ergebnis, welches sensible Gemüter möglicherweise unruhig träumend zurück lässt.

Ja, das Beste im Amazon-Programm sind diesmal die Filme. "Draft Day" mit Kevin Costner ist wohl eher etwas für die in Deutschland rasch wachsende NFL-Fangemeinde und "Sex Tape" ist nur belanglose Unterhaltung mit Cameron Diaz. "Erlöse uns von dem Bösen" ist richtig gute, "Katakomben" zumindest durchschnittliche Ware für die Freunde des Grusels. Und mit "12 Years a Slave" gibt es auch noch ganz großes und mit Oscar's geadeltes Hollywood-Kino. Chiwetel Ejiofor, dessen Namen man sich sicher merken muss, nur kaum einer schafft es, spielt dort die Hauptrolle.

Bei den Serien fehlt mir bei Amazon ein richtiger Knaller. Wahrscheinlich deshalb, weil man eben (noch?) keine so große Produktions-Maschine wie Netflix hat und deshalb im Mai auf Eigenes verzichten muss. Dafür gibt es ja im Mai weiterhin jede Woche eine neue Folge "Fear the Walking Dead". "Wayward Pines" kommt von Fox und der Mystery-Serie eilt der Ruf voraus, etwas Großes zu sein. Mal sehen. Auch "Hap and Leonard" soll mehr sein als schon oft Gesehenes.

Zu "24: Live Another Day" und Kiefer Sutherland muss man sicher nicht mehr viel sagen, es gibt mehr "Teen Wolf" für die Zielgruppe und die Staffel zwei der "Witches of East End".

Netflix kann im Mai dagegen auf seine immer schneller laufende "Originals"-Fabrik bauen- so viel Neues direkt von Netflix war nie. Die Staffel zwei von "Bloodline" wie von "Grace and Frankie" ist fertig. Chelsea Handler's Talk Show geht an den Start. Für den "Chef's Table" wurde auch eine zweite Staffel gekocht. Adam Sandler hat "The Do-Over",  muss aber noch mehr Filme für Netflix machen, weil das nach den politisch inkorrekten Indianern erst der zweite ist. Maria Bamford ist Lady Dynamite, und das als Serie. "Penny Dreadful" geht in die dritte Staffel und ist zumindest bei uns ja auch ein "Netflix Original". Und im Mai gibt es natürlich auch die besonders in Europa mi so viel Spannung erwartete Premiere von "Marseille".

Da wird der Einkauf von Netflix fast schon zur Nebensache. Neue Staffeln "Orphan Black", "Peaky Blinders", "The Americans" oder "The Mentalist" zum Beispiel. "Outlander" gibt es auch. Bei den Filmen sind viele Klassiker neu im Regal. "Vom Winde verweht", "Khartoum" oder "Die Brücke am Kwai" springen aus der Gruft direkt in die moderne Welt des Streams. "Iron Man 3" fliegt jetzt für Netflix. Und "Rambo" sorgt drei Teile lang für ordentlich Ordnung. Auf keinen Fall muss Netflix im Mai zum Gruseln auf "The Ward". Aber der Film kommt neu ins Programm.

Und sonst? Watchever hat mit Disney den Vertrag verlängert und "Iron Man 3" fliegt auch auf Maxdome. Und "12 Years a Slave" gibt es dort ebenfalls. Auf nach Marseille:

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