"Zapping" war gestern - Samsung Smart-TV und der "Hub 2016"

Foto: Samsung
Mit den neuesten SmartTV-Flaggschiffen von Samsung kommt ab sofort auch dessen auf der Basis des Tizen-Betriebssystems weiter entwickelter "Smart Hub 2016" nach Deutschland, so wie er zuerst im Januar auf der CES zu sehen war. Das Neue daran: Egal ob das gute alte Fernsehen, Netflix & Co. oder externe Geräte- alle verschiedenen Bilder-Welten werden direkt und komfortabel unter einer Oberfläche zusammengefasst und zentral gesteuert.

Über eine Leiste am unteren Bildrand gelangen Zuschauer, ohne weitere Menüs aufrufen zu müssen, direkt auf ihre Apps - und ohne weitere Klicks zu ihren Serien und Filmen sowie individuellen Inhaltsempfehlungen von Streaming-Diensten wie Netflix oder Amazon Prime Instant Video. Schaltet der Nutzer seinen Samsung Smart TV ein, startet dieser mit der zuletzt genutzten Anwendung und - bei kompatiblen Apps wie Netflix - sogar genau an der Stelle, an der ein Film unterbrochen wurde.

Hat man sich für eine Quelle entschieden, dann erscheint auf der oberen Leiste deren aktuelles Angebot- bei "Live TV" sind das die meist gesehenen Sender. Und bei "Apps" eben das Angebot der Apps, zum Beispiel von Netflix. Das ist auch notwendig- denn es gibt zum neuen Smart-TV auch eine revolutionär neue Fernbedienung. Und die hat keine direkten Tasten mehr für die "Programme". Statt dessen gibt einen Steuerkranz und das Ding redet mit Bluetooth zum Fernseher und nicht mit dem guten alten Infrarot.

Das ist sehr praktisch- und der Beginn einer neuen Ära. Denn die Zeiten des "Zapping" gehen dadurch zu Ende- genauso wie das bei Samsung noch gar nicht begonnene Zeitalter der "Netflix-Taste". Und für Deutschland fast noch revolutionärer: "Das Erste" muss nicht mehr das erste sein. Das erste Programm ist in Zukunft das meist gesehene.

Werden wir uns daran gewöhnen? Keine Ahnung. Es gibt ja auch andere interessante Konzepte. Kompatible Zuspieler wie etwa Spielekonsolen oder Blu-ray Player werden durch die Samsung Smart Remote übrigens weitgehend automatisch erkannt, ohne dass eine Programmierung notwendig ist.

Alle Anbieter dürfen quasi anbieten- völlig unabhängig zum Beispiel von den Ideen der Regulierer, die bei uns gern auch bestimmen würden, wer auf Fernbedienungen vorn liegt. Der Wettbewerb um den Zuschauer der Zukunft wird über das Programm-Angebot entschieden. Und das ist auch gut so.

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