Amazon, Netflix, whatever- die Streaming-TV Highlights im März.

Foto: Amazon
Schon wieder ist der Monat rum und es wird Zeit für das März-Programm. Obwohl da vom Februar bei Amazon wieder noch einiges übrig ist. Denn Prime Video nimmt Interessantes immer öfter auch sehr kurzfristig ins Programm, so wie im Februar die Serie "Borgia". Vielleicht, weil der internationale Rechte-Basar auch gute Angebote für spontane Deals offeriert. Bei Spielfilmen ist das besonders augenfällig.

Jedenfalls hielt Amazon es in seiner Monats-Vorschau nicht für erwähnenswert, dass unter anderem Perlen wie der um 20 Minuten verlängerte "Director's Cut" von "Iron Sky" ins Prime-Programm kommen. Oder gar "Silver Linings" mit Jennifer Lawrence, Robert de Niro, Bradley Cooper und Chris Tucker in nur einem einzigen Film. Oder schön gruseliges wie "The Others" mit Nicole Kidman und "You're Next". Und, und und.. Zum Beispiel "I, Frankenstein". Was für ein Schmarrn. Aber jetzt geht es um März.

Mit "The Night Manager" nach einem Bestseller von John le Carré hat man da eine echte Serien-Perle exklusiv für die Prime Video-Gucker eingekauft. "Dr. House" Hugh Laurie spielt einen bösen und gefährlichen Waffenhändler, das verspricht Spannung. Mit den "Mad Dogs" bietet Amazon auch ein weiteres selbst produziertes Serien-"Original". Dazu noch das Finale der "Shannara Chronicles" (wer's mag) und Staffel fünf von "The Good Wife". Mit "The New Yorker Presents" kommt noch ein Amazon Original- und etwas ganz Neues. Amazon eröffnet damit quasi eine Art Kultur-Magazin.

Das (bisher bekannte) Film-Programm ist auch nicht schlecht, aber nicht aufregend. "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" kommt aus Schweden und war diese Nacht sogar für einen Oscar nominiert. Allerdings nur für das Make-up und die Frisuren. "Boyhood" ist richtig großes Independent-Kino, so wie auch "Big Eyes" mit Christoph Waltz. In "Nächster Halt: Fruitvale Station" geht es darum, dass Rassendiskriminierung in den USA tödlich sein kann, und "The Gunman" mit Sean Penn ist das, wonach es sich anhört und es geht um den Kongo.

Netflix ist da in Deutschland im Konkurrenzkampf wieder deutlich gehandicapt. Denn das erste und absolute Programm-Highlight wäre dort sicher die Staffel 4 von "House of Cards". Auf Grund uralter Verträge gibt es die in Deutschland zuerst wieder nur bei Sky. Für die deutschen Netflix-Abonnenten bleibt die zweite Staffel des "Daredevil", aber die Marvel-Helden sind eben auch Geschmackssache.

"My Beautiful Broken Brain" ist eine Netflix Original-Doku von keinem Geringeren als David Lynch. Es geht aber nicht um den scheinbaren neuen Schwerpunkt des Netflix-Programms: Comedy. "Flaked" soll da laufen, mit Will Arnett. "The Characters" lässt ingesamt acht Nachwuchs-Witzemacher mal ran an die Abonnenten am Bildschirm. Mit Jimmy Carr wird es ein Comedy-Special geben und "Pee-wee’s Big Holiday" ist ein Netflix Comedy-Film.

Und für die, denen es dann immer noch nicht genug zu lachen gibt, hat Netflix auch noch die Staffel 4 von "Fresh Meat" und Filme wie "Man in Black" eins und zwei, Woody Allens "Manhattan", "Manhatten Love Story" oder "Wo die Liebe hinfällt" (zwischen Jennifer Anniston und Kevin Costner) im Angebot.

Dazu gibt es ebenso gut abgelagerte Unterhaltungs-Action mit Werken wie "300", "Django Unchained", "Mystic River" oder gar eine jugendliche Sandra Bullock zusammen mit Keanu Reeves auf "Speed". Noch kein so altehrwürdiger Klassiker ist der frischere "Zulu" mit Orlando Bloom und Forest Whitaker. Auch eine ganz, ganz böse Angelina Jolie hat Netflix noch als Familienprogramm in "Maleficent" zu bieten. Und diverses mit Lego.

Für die richtigen Serien-Fans hat Netflix auch etwas Geld ausgegeben, dafür kommen die Staffel zwei "Sleepy Hollow", die Staffel drei von "Arrow", Staffel fünf von "Pretty Little Liars" und die erste Staffel von "How to get away with Murder" neu ins Programm.

Naja- geht so. Maxdome hat im März auch etliche neue Serienstaffeln im Angebot. Da gibt es die eins bis vier von "Make it or Break it", die eins und zwei von "Twisted", eins bis fünf "The Good Wife", neun bis zwölf "Navy CIS" und eins bis sechs "Burn Notice". Naja - geht so. Mit "The Artist", "7 Psychos" oder ebenfalls Sean Penn in "Cheyenne - This Must Be the Place" (nein, er jagt keine Indianer, sondern Alt-Nazis) hat Maxdome auch ein paar Filme.

Über Watchever ist diesen Monat schon alles gesagt. Maxdome hat aber auch die Doku "Ai Weiwei: Never Sorry". Und das ist doch genau der passende Abschluss...

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