Amazon, Netflix, whatever- die Streaming-TV Highlights im Februar.

"A Million Ways to Die in the West" findet man bei Prime. Foto: Amazon © 2014 NBC Universal All Rights Reserved

Die Wahrheit liegt irgendwo da draußen. Und als ich sie für Februar endlich gefunden hatte, enthielt sie für mich etwas wirklich Neues: Das beste Streaming-Programm im Februar bietet Maxdome. Denn nur Maxdome hat, den Free-TV-Rechten von ProSieben sei Dank, den momentan wohl heißesten Hit aus dem US-TV, die Wiederauferstehung von Scully und Mulder. Die "Staffel 10" von "Akte X" muss man gesehen haben, egal wie gut oder schlecht, und am liebsten werbefrei und sofort. Das ist irgendwie, als würde Marlon Brando aus der Hölle zurückkehren und wieder als "Pate" unter uns wandeln. Klar, Amazon hat auch "Akte X". Als "OmU" sogar als Erster. Aber nur gegen Bares.

Maxdome bietet übrigens im Februar auch schon die zweite Staffel "Extant", die bei Amazons Prime noch fehlt. Überhaupt gleitet das eigentlich gigantische Amazon-Serienangebot bei den Neuheiten etwas ins Familien- und Kinderprogramm ab. Also in etwa wie die hoch gepriesenen "Shannara Chronicles", die mittelmäßig begannen um dann stark nachzulassen. Und wenn man mir nun "Die jungen Ärzte" der ARD anbietet, werde ich endgültig sauer.

Neu bei Amazon im Februar gibt es jedenfalls die Staffel 2 vom Amazon-Original und Golden Globe-Sieger "Mozart in the Jungle", mehr "Vampire Diaries" für die Mädels (Staffel 6) und jeweils Staffel 12 von "Two and a Half Men" und "Navy CIS". Amazon-exklusiv könnte man auch noch "Into the Badlands". Das ist wohl als Kontrapunkt gedacht, aber Martial Arts ist eben auch Geschmackssache.

Genauso wie Amazons Spielfilm-Angebot. An "A Million Ways to Die in the West" werden viele ihren Spass haben und andere wiederum eher verzweifeln. Das Gleiche gilt für "Bad Words". "The Search for Freedom" bietet tolle Bilder von Outdoor-Sportskanonen und Anwärtern für den Darwin-Award. In "Top Five" spielt Chris Rock einen Hollywood-Komiker, der nicht mehr witzig sein will. "A Long Way Down" hat Pierce Brosnan. Das Beste aber zum Schluss: "Under the Skin" lohnt sich wirklich. Nicht nur, weil Scarlett Johannson die für Männer extrem tödliche Alien-Verführerin ist

Insgesamt werde ich mich als Kunde aber für das Amazon-Programm rächen, indem ich beim Streming-Preispoker um Ridley Scotts "Marsianer" (ab 04.02.) so standhaft wie möglich bleiben werde.

Was hat Netflix? Nun ja, im Februar jedenfalls bessere Serien. "Shadowhunters" wird da genannt, das ist aber eigentlich noch Januar-Programm. Obwohl, da es nur jede Woche eine Folge gibt, stimmt es auch wieder irgendwie. "Better Call Saul" geht völlig verdient in die zweite Staffel und "Love" und das "Fuller House" feiern Premiere. Dazu will man offenbar das vom Chef angekündigte Ende des Fernsehens beschleunigen, indem man eines der wichtigsten verbliebenen Programm-Standbeine dort jetzt ebenfalls mit Alternativen attackiert. Jedenfalls gibt es mit "Cooked" jetzt auch eine "Doku"-Serie zum Thema Kochen als "Netflix Original".

Auch ein paar schöne Serien-Einkäufe sind dabei. "Vampire Diaries", Staffel 6, natürlich. Die Staffel 2 von "Miss Fisher's Murder Mysteries" oder "The Blacklist" zum Beispiel. Mein Highlight ist überraschenderweise etwas annähernd deutschsprachiges: "Braunschlag" kommt aus Österreich zu Netflix und beweist so den guten Instinkt der dort tätigen Einkäufer.

Dazu bekommt Netflix auch wieder jede Menge neuer alter Filme. Tom Cruise ist Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg in "Operation Walküre", obwohl das Deutsche Reich ihn auf Grund mangelnder Höhe als Offiziers-Anwärter möglicherweise gar nicht so gern gesehen hätte. Gibt es jemanden, der "Full Metal Jacket", "Blade: Trinity", "Hellboy" oder "Stirb langsam- jetzt erst Recht" noch nicht gesehen hat? Okay, "Harry und Sally" oder "Per Anhalter durch die Galaxis" kann man sich eigentlich immer wieder anschauen.

Aber auch bei den Spielfilmen gibt es ja nun das "Netflix Original". Die Fortsetzung von "Crouching Tiger, Hidden Dragon" kommt da nun im Februar als drittes Werk auf uns zu und das Schwert des Schicksals, "Sword of Destony" spielt im gleichen Film nun auch noch mit. Wer es mag. Wir schalten zurück zu Mulder und Scully:

Kommentare

Aktuell meist gelesen: