It's magic? LG stellt im Januar auf der CES webOS 3.0 vor

Foto: LG
Jedes Jahr und sehr verlässlich zu Weihnachten kommen die ersten Nachrichten, was es denn Anfang Januar zur CES in Las Vegas an Neuigkeiten zum Bestaunen geben wird. In diesem Jahr ist es bisher recht ruhig, zumindest bei unserem Thema, dem Smart-TV. Statt dessen gibt es viel Geraune über mögliche Elektroautos, die zu sehen sein werden. Denn Autos, die elektrisch werden, sind ja dann auch "Consumer Electronics".

Obwohl es also um die smarten Fernseher noch relativ ruhig ist, ist es vielleicht doch nur die Ruhe vor dem Sturm. Denn der Preisverfall geht nach wie vor ungebremst weiter, nie gab es so viel Fernseher für so wenig Geld wie im aktuellen Weihnachtsgeschäft. Und wer von den etablierten "Großen" mit seinen Geräten nicht zusammen mit der Flut spottbilliger chinesischer Massenprodukte auf dem Wühltisch verramscht werden will, dem bleibt nur ein Ausweg: Innovation.

Es ist ein südkoreanisches Unternehmen, welches hier mittlerweile weltweit den Takt vorgibt und nein, es ist nicht Marktführer Samsung. Einst als "Lucky Goldstar" selbst geradezu das Synonym für billigste Ramschware aus Fernost, wird LG bei Smart-TV jetzt anscheinend zunehmend zum Maßstab für Innovation und Qualität.

Egal ob hohe Produktionskosten, zu kurze Lebensdauer oder die Tauglichkeit für die neuen HDR-Bilder mit mehr Leuchtkraft- LG scheint als einziger die sehr anspruchsvolle technische Problematik der OLED-Bildschirme Schritt für Schritt in den Griff zu bekommen. Während der große Konkurrent Samsung das Thema zumindest vorerst aufgegeben hatte, jetzt aber wieder über einen erneuten Kurswechsel nachdenken soll, baut LG bereits eine Mega-OLED-Fabrik der nächsten Generation. Dabei ist die Bildqualität der großen OLED-Panels von LG schon in der aktuellen Generation ziemlich beeindruckend.

Was braucht der perfekte Smart-TV? Na klar, einen riesigen und brillianten Bildschirm. Und was noch? Ein ordentliches Betriebssystem, einfach, flüssig und ruckelfrei zu bedienen, mit dem man das Gewünschte in der mittlerweile nahezu unüberschaubaren Galaxie der Inhalte zügig findet. Und auch da liegt LG nach meiner Einschätzung mit seinem "webOS" mittlerweile weit vorn. Und entwickelt den Erfolg auch permanent weiter.

Gab es gerade erst zur CES 2015 das "webOS" 2.0 zu sehen, wird nun für die neue Show bereits mit webOS 3.0 die nächste Generation angekündigt. LG webOS 3.0 sei entwickelt worden, um den TV-Nutzern durch eine noch intuitivere Navigation der TV-Funktionen ein außergewöhnliches Nutzererlebnis bieten zu können, so LG.

So biete das Update mit "Magic Zoom", "Magic Mobile Connection" und der aktualisierten "Magic Remote" gleich drei neue smarte und "magische" Funktionen, die den Bedienkomfort weiter erhöhen würden. Mit Magic Zoom ließen sich Bildobjekte oder Buchstaben auf dem TV-Bildschirm ganz einfach und ohne Verschlechterung der Bildqualität vergrößern. Schön. Brauche ich das? Keine Ahnung. Aber das vielleicht schon eher: Mit Magic Mobile Connection könnten Nutzer ihre mobilen Apps künftig ganz einfach auch auf ihren TV-Bildschirm bringen - mit der LG TV Plus-App wird die Verbindung zwischen Mobiltelefonen und LG Smart-TV problemlos hergestellt. Die aktualisierte Magic Remote, LGs intuitive Fernbedienung, ist jetzt mit einer zusätzlichen Taste ausgestattet, mit der sich Set-Top-Boxen (STB) einfach und unkompliziert steuern lassen.

Und das ist noch lange nicht alles. Damit TV-Nutzer hochwertige digitale Inhalte einfacher als je zuvor genießen könnten, sei webOS 3.0 mit "Channel Plus" erweitert worden. Channel Plus ist eine Funktion, die viele sogenannte Over-the-Top (OTT)-Inhalte in einem benutzerfreundlichen Format bereitstellen soll. Channel Plus bietet dann eine einheitliche Programmliste, die OTT-Inhalte mit bekannten TV-Kanäle kombiniert. TV-Nutzer können so während des gewohnten Surfens durch die TV-Kanäle gleichzeitig interessante OTT-Inhalte anschauen. Die Steuerung kann auch über eine App erfolgen, um z. B. passende Programmempfehlungen mittels On-Screen-Widgets zu erhalten. Das klingt sehr interessant. Ich warte schon sehr lange darauf, dass wirklich smarte Fernseher kommen, die Sender, Internet und "on demand" so zusammen wachsen lassen, dass endlich ein wirklich "barrierefreies" Zapping zwischen allen verschiedenen Inhalten möglich wird.

Und es geht weiter mit neuen und aktualisierte Funktionen: Der "Channel Advisor" von webOS 3.0 analysiert Sehgewohnheiten und zeigt auf dieser Basis Informationen zu kommenden Sendungen auf häufig angeschauten Programmkanälen an. "Multi-View" ermöglicht das gleichzeitige Anschauen zweier unterschiedlicher TV-Kanäle oder auch eines TV-Kanals und eines Blu-ray- Films. Eine "Music Player App" streamt Musik über die TV-Lautsprecher selbst bei ausgeschaltetem Fernseher. Die aktualisierte My Channels- und Live-Menü-Funktionen sind mit neuen Unterfunktionen jetzt noch nützlicher für die intuitive Bediendung des Smart-TVs. Die "IoTV App" ermöglicht zum Beispiel die Steuerung smarter Haushaltsgeräte von LG und anderen mit der App kompatiblen Herstellern über den TV-Bildschirm.

"Wir sind vom neuen webOS 3.0 wirklich begeistert - dies ist im Vergleich zum Jahr 2014, als wir die zukunftsweisende TV-Plattform-Technologie erstmals eingeführt haben, ein größeres Update", so Brian Kwon, Präsident und CEO der Home Entertainment-Sparte bei LG. "Die webOS-Story - einfaches Verbinden, einfaches Einschalten und einfaches Auffinden (Simple Connection, Simple Switching and Simple Discovery) - hat bei unseren Kunden den richtigen Nerv getroffen und sie beweist sehr deutlich unser Engagement dafür, unsere Führungsrolle im Smart-TV-Markt mit hoher Innovationskraft und Kreativität zu sichern."

Bei dem Wort "Führungsrolle" kann ich mir die Gesichter der Samsung-Verantwortlichen gut vorstellen. Ich bin gespannt auf die Antwort von "Tizen" und "SUHDTV".

Hier noch etwas OLED-Werbung von LG. Wer wohl mit "other Company's" gemeint sein könnte?

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