Star Trek kommt als Serie zurück- und fliegt weg in die Streaming-Galaxie

Screenshot: cbs.com
"Das Letzte seiner Art", so hieß die erste "Star Trek"-Folge, die am 8. September 1966 bei NBC im US-Fernsehen gezeigt wurde. Das ist nun schon bald 50 Jahre her. Und noch immer starten wohl jeden Tag irgendwo auf diesem Planeten auf irgendeinem Fernsehsender Captain Kirk und seine Nachfolger und machen sich auf den Weg in weit entfernte Galaxien, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

"Es ist kein besserer Zeitpunkt denkbar, um den Star Trek-Fans eine neue Serie zu geben, als direkt nach der Feier zum 50. Geburtstag des Originals", so David Stapf, Präsident der CBS Television Studios. Als Produzent der neuen Serie ist Alex Kurtzman vorgesehen. Der war schon Produzent und Drehbuchautor für die Kinofilme "Star Trek" 2009 und "Star Trek Into Darkness" 2013 und kennt sich damit aus im Trekkie-Universum.

Aber etwas ist anders: "Diese neue Serie wird ein Preview für das nationale Fernsehpublikum haben", so der "Executive Vice President/General Manager" von CBS Digital Media. Marc DeBevoise. "Dann aber wird die Serie dahin gehen, wo keine Erstsendung einer 'Star Trek' Serie  je zuvor gewesen ist - direkt an ihre Millionen von Fans durch CBS All Access." CBS All Access ist der Streaming-Service von CBS. Eines der größten US-Fernseh-Networks produziert die Neuauflage eine der größten Marken für Fernsehserien überhaupt, um sie dann nicht im Fernsehen zu senden, sondern um damit seinen SVOD-Service zu stärken. Die Zukunft des Fernsehens sind Marken in der Cloud, so war es hier schon vor zwei Jahren zu lesen. Und jetzt ist diese Zukunft da.

2017 geht der neue Star Trek dann also per Stream auf Sendung. "Wir können es nicht erwarten, die nächste 'Star Trek'-Reise auf dem Fernseher der riesigen globalen Fangemeinde zu zeigen", meint Armando Nuñez, President und CEO der CBS Global Distribution Group. Und deutet damit auch an, dass aus den USA per Stream in Zukunft noch weit mehr Futter fürs Fernsehen als Netflix, Amazon oder die NFL zu erwarten ist.

"Live long and prosper", so würde Mr. Spock jetzt wahrscheinlich sagen. Aber die Fernsehsender in den USA glauben für das klassische Fernsehen selbst nicht mehr daran.

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