Die dunkle Bedrohung- bald noch dunkler lieferbar bei Amazon

Foto: Amazon US
Eigentlich hätte man es sich gleich denken können. Und ja, es ergibt Sinn. Auch wenn es der Reporter vom "Guardian" manchmal als etwas "gruselig" empfand. Amazons Alexa-Technologie, bisher nur vom ausschließlich in den USA erhältlichen "Amazon Echo" bekannt, wird möglicherweise bald auch im neuen "Fire TV" arbeiten.

Denn der hat auch eine Sprachsteuerung. Er hört also zu. Und es sollen die "Alexa Voice Services" sein, die da arbeiten. "Amazon Echo" ist übrigens drüben ein "exzellentes Weihnachtsgeschenk für dieses Jahr". Sagt jedenfalls Jeff Epstein, "Merchandising Vice President" von "The Home Depot", wo es das Wunderding jetzt auch zu kaufen gibt. Weil es nicht nur Fragen beantwortet oder Musik nach Wunsch vorspielt, sondern auch, so vorhanden und "connected", das "Smart Home" steuert.

Genau das soll nun bald auch Amazons "Fire TV" können. Also zum Beispiel nach einem kurzen Hinweis das Licht zum Spielfilm dimmen. Oder, auch das kann Echo, nach einem passenden lokalen Pizza-Lieferanten zum Blockbuster suchen.

Alexa hört eben zu. Und meldet alles an die allgegenwärtige Amazon-Cloud, die dann- naja, was auch immer. Jedenfalls gibt es dort noch deutlich mehr "dunkle Bedrohungen", um Verbraucherschützer zu erfreuen, als beim koreanischen Elektronik-Riesen Samsung.

Rory Carroll, der "Echo"-Tester vom Guardian, wurde jedenfalls misstrauisch, als sein Kindle ihm plötzlich Werbung für Babywindeln zeigte. Ein Thema, das er und seine Frau bisher nur am Küchentisch diskutiert hatten. Nur Amazons "Echo" hörte still dabei zu. Er war daraufhin ganz froh, dass das Testgerät wieder aus dem Haus kam. Jetzt könnte es in viereckiger Form als "Fire TV" wieder zurückkehren.

Was sind das doch für Amateure, die da bei uns Werbespots unhörbar piepsen lassen wollen. Da kann Amazons Alexa nur leise lächeln. Und irgendwie ergeben die gewaltigen Amazon-Investitionen ins neue Fernsehen plötzlich einen Sinn.

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