Amazon, Netflix, whatever- die Streaming-TV Highlights im November.

Mr. Robot. Foto: Amazon / © 2015 Universal Pictures Germany. All Rights Reserved.
Da sitzt er. Der geniale Programmierer, der im Kopf nicht mehr ganz richtig tickt, aber gerade deshalb vielleicht so genial ist und die reale Welt zum Einsturz bringt. "Mr. Robot" ist möglicherweise die einzige wirklich neue Mega-Serie des Jahres ohne Zombies. Obwohl er wiederum auch irgendwie eine Art Zombie ist. Ab 20. November gibt es das Serien-Highlight bei Amazon Prime. Womit wir beim Thema sind. Es ist November, die Tage werden kürzer und November wird ein richtig fetter Streaming-Monat.

Neben solch eingekauften Serien-Highlights bringt Amazon im November auch jede Menge selbst produzierte Hingucker. So geht das Amazon-Original "Red Oaks" neu an den Start. In der Coming-of-Age-Komödie trifft Student David Myers (Craig Roberts) als Tennislehrer im Red Oaks Country Club auf eine Handvoll schräger Typen, die ihm auf eigenwillige Weise aus einer Lebenskrise helfen wollen.

Eine der bisher aufwendigsten Amazon-Produktionen dürfte "The Man in the High Castle" gewesen sein. Erstmals konnten Anfang diesen Jahres auch die deutschen Zuschauer über Amazons Serien-Piloten mit abstimmen. Und der globale Sieger dieser "Pilot-Season" war eben diese Serie nach dem Roman "Das Orakel vom Berge" von Philip K. Dick, der eine Welt schildert, in der die Nazis den 2. Weltkrieg gewonnen haben. Noch im November bekommen wir das Werk als "OmU" zu sehen und kurz vor Weihnachten auch deutsch synchronisiert.

Und die Demokratie geht bei Amazon weiter. Der November bringt für uns auch neue "Piloten" zur Abstimmung, darunter "Edge". Wer es nicht kennt: "Edge" basiert auf den Büchern, die Terry Harknett unter dem Pseudonym George G. Gilman veröffentlichte. Endlich mal wieder ein Western, könnte man da sagen. Aber Vorsicht: Da reiten keine fröhlichen Cowboys mit exotischen Indianern in den Sonnenuntergang. "Edge" ist im Original, wenn es so etwas gibt, "Dark Western"- und extrem gewalttätig. Der "Pilot" zeigt jedenfalls, dass Amazon halten will, was das Original verspricht.

Neue Filme hat Amazon für Prime übrigens auch noch- darunter Leonardo di Caprio als "The Wolf of Wall Street" und Johnny Depp als "Teilzeitgauner" Mortdecai- übrigens ein kapitaler Flop für den Karibik-Piraten an der Kinokasse. Wer es weniger filigran mag, für den sind Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger gemeinsam im "Escape Plan" am Werk und Matrix-Neo Keanu Reeves ist in "Man of Tai Chi" als Regisseur hinter und als Bösewicht vor der Kamera. Und für wen das alles nichts ist, der kann mit Naomi Watts und Robin Wright "Tage am Strand" verbringen.

Bei dem Angebot muss Netflix gegenhalten und tut das auch. Na ja, ein bisschen. Mit "Jessica Jones" geht eine weitere Superheldin aus dem Marvel-Universum als "Netflix Original"-Serie an den Start. Comedystar Aziz Ansari will uns als "Master of None" serienmäßig zum Lachen bringen. Überhaupt sollen die Netflixe ja in Zukunft mehr zu lachen haben, und so gibt es im November auch noch John Mulaney als "The Comeback Kid" zu sehen und dazu Programm "With Bob & David". Das sind Walter Whites Anwalt Bob Odenkirk und David Cross aus "Arrested Development".

Auch eingekauft hat Netflix für seine Abonnenten. So kommt die erste Staffel "Rectify" vom Sundance Channel und "The Driver" sowie "River" kommen von BBC One. Für die Mädchen unter uns sind die ersten drei "Twilight"-Werke online. Auch Netflix hat Johnny Depp, aber in "Dark Shadows". Mit "Der Hobbit: Smaugs Einöde" steht sicher auch der Netflix-Blockbuster des Monats fest. Dann gibt es noch gut abgehangenes Filmwerk wie "Shutter Island" (Leonardo di Caprio!) und "The Time Machine" sowie noch älteres wie "Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia". Der ist mit Robert de Niro und dafür ganz ohne Leonardo di Caprio und Johnny Depp.

Füe die Basketballfans sicher noch interessant: Netflix hat mit "Nowitzki: Der perfekte Wurf" eine Dokumentation für euch. Und erst am 25. November wird Netflix überhaupt erst richtig in Deutschland angekommen sein. Denn erst dann sind dort ebenfalls die "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" von der DEFA online.

Aber Watchever gibt es ja auch noch. Tote, die wieder auferstehen, sind dort, warum auch immer, anscheinend ein Schwerpunkt. Watchever hat einst das Original von "The Returned" nach Deutschland gebracht und nun auch die ersten zwei Staffeln des US-Klons der Serie, "Resurrection", im Angebot. Da ist auf jeden Fall noch Musik drin beim Streaming-Pionier. Zum Beispiel mit Konzertmitschnitten von den Rolling Stones, Genesis oder Take That.

Und auch das ZDF wollen wir im November einmal lobend erwähnen: "The Fall" ist dort gerade, wegen Jugendschutz immer erst ab 22 Uhr, in der Mediathek zu finden.

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