Microsoft HoloLens - werden wir Brillenträger für die Fernseh-Zukunft?

Foto: Microsoft
47 Zoll ist mein Fernseher groß. Als ich ihn vor etwa drei Jahren kaufte, galt das fast noch als riesig. Jetzt ist das maximal noch mittelmäßig. Im Media-Markt werden die Smart-TV von Monat zu Monat größer und schärfer, locken mit UHD, HDR sowie langsam sogar mit benutzbaren Betriebssystemen zum Fernsehen per Internet und auch "curved" macht bei den mittlerweile gängigen Ausmaßen durchaus Sinn.

Ich wohne aber nicht in so einem Loft, wo laut Fernsehen in Düsseldorf oder Berlin alle wohnen. Also so mit fünf Meter Deckenhöhe und so viel Glas, dass mir sowohl beim Gedanken an die Heizungsrechnung als auch an Fensterputzen ohne bergsteigerische Sicherheitsausrüstung schwindlig wird und natürlich mit viel freiem Raum, um die tägliche Afterwork-Party mit 200 Gästen problemlos stattfinden zu lassen. So wohne ich nicht. So wohnt auch niemand, den ich kenne- nur die im Fernsehen. Und wenn ich sie in Zukunft noch besser beim Wohnen im Loft beobachten will, dann brauche ich einen guten Plan.

Denn die 47 Zoll, die gingen noch rein. Für den nächsten Fernseher muss ich eine ganze Wand räumen. Aber wie? Gestern habe ich eine Lösung gesehen. Nein, eigentlich sogar schon im Januar. Mein Fernseher hält bestimmt noch ein paar Jahre und sogar Facebook ist sich sicher, dass wir alle dann sowieso "Virtual Reality" schauen. Und seit gestern kann ich mir das vorstellen.

Gestern war so etwas wie "Microsoft-Event". Schöne neue Produkte rund ums smartphonen und computern wurden vorgestellt und es gab Neuigkeiten von "HoloLens". Die neue Virtual Reality-Brille von Microsoft ist nun bald so weit, dass sich Entwickler für die ersten Exemplare bewerben können, als "Developer-Edition" für schlappe 3000 Dollar. Ganz einfach, um auszuprobieren, was man damit alles anstellen kann.

Spielen, natürlich. Und wie. Und schon beim Launch der Xbox One vor zwei Jahren hatte Microsoft ja große Fernseh-Pläne, die dann jedoch recht schnell wieder zurückgeschrumpft wurden. Aber vielleicht haben sie ja versehentlich mit ihrer Virtual Reality-Brille HoloLens den Fernseher der Zukunft entwickelt. Die Lofts in Berlin oder Düsseldorf sind schließlich auch eine Art virtuelle Realität.

Der große Vorteil von HoloLens gegenüber Oculus Rift & Co. ist, dass man trotz "Virtual Reality" nicht komplett von der "richtigen Reality" abgekoppelt wird. Man könnte im Fernsehsessel sitzen, das Ding aufsetzen und weiterhin das Wohnzimmer sehen. Und vielleicht sogar relativ unfallfrei Pizza essen und Rotwein trinken. Und sich dabei von der Brille den in der "Real Reality" gar nicht vorhandenen Riesenfernseher inklusive Programm zeigen lassen.

Das wäre die Lösung meines Fernseher-Problems. Die Schränke können bleiben und die Wand wird einfach per Virtual Reality doppelt genutzt. Und für "Oculus Rift" ist die Netflix-App ja sogar schon in Arbeit. Aber erst einmal will die HoloLens spielen- so wie nie zuvor:

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