"Mi TV 3"- Xiaomi trennt die Technik vom TV

Screenshot: xiaomi-mi.com
Sieht doch aus wie ein schöner neuer Smart-TV, oder? Ist es auch. Das ist der "Mi TV 3" des chinesischen Herstellers Xiaomi, der uns ja bereits schon einmal wegen seiner Inhalte-Strategie aufgefallen ist. Obwohl es die äußerst preiswerten Geräte bei uns gar nicht zu kaufen gibt. Die Smartphones von Xiaomi sind aber bereits hier und haben mit ihrem Preis-Leistungsverhältnis schon für viel Aufsehen gesorgt.

Ordentliche 60 Zoll hat nun der Mi TV 3 auf der Bildschirm-Diagonale, 4k UHD natürlich und ein LG-Display. Aber kein OLED. Das ginge wohl auch noch nicht zu dem Preis. Und: Das ist gar kein Fernseher. Das ist eine Geräte-Kombination.

Denn da ist erst einmal nur ein ultradünnes, großes Display- sonst nichts. Der komplette Rest ist in dem komfortablen Soundsystem unter dem Display versteckt. Das ist der längliche flache Kasten. Und beides soll getrennt erworben werden können.

70% des Preises für einen neuen Fernseher stecken im Display, so argumentiert Xiaomi. Der rasante technische Wandel ließe unseren neu gekauften Fernseher sofort wieder veralten- finde aber hauptsächlich im Mainboard statt. Warum sollte man schon nach wenigen Jahren auch das Display wegwerfen, wenn man auch viel preiswerter einfach die restliche Technik auswechseln kann?

Im Heimatmarkt China wird soll der Mi TV 3 etwa 700 Euro kosten- die Soundbar mit dem Mainboard etwa 140 Euro. Mit nur einem Kabel ist die Technik mit dem Display verbunden- das sieht auch noch viel besser aus, wenn dieses zum Beispiel an der Wand hängt. Denn der ganze Fernseher hat ja meist noch viel mehr Kabel für Antenne, DVD-Player oder Internetanschluss.

Könnte das der Fernseher der Zukunft sein? Display und Technik in zwei getrennten Geräten? Ja. Nein. Ja, weil Xiaomi da eindeutig auf dem richtigen Weg ist- das ist eine höchst sinnvolle Lösung. Nein, weil die "Großen", die eigene Displays einbauen können, darauf wohl nicht einsteigen werden.

Denn da wird sicher die Angst viel zu groß sein. Die Angst, dass plötzlich andere den zweiten Teil des Gerätes liefern könnten- nicht mal unbedingt Xiaomi, sondern Amazon, Google oder Apple. Als reine Display-Lieferanten wollen sie nicht enden.

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