Amazon, Netflix, whatever- die Streaming-TV Highlights im Oktober.

Foto: Amazon / ©2014 Lions Gate Entertainment Inc
Am Montag gibt es noch das große Finale von "Fear the Walking Dead" und dann ist der kurze Serien-Epilog für die Zombie-Apokalypse auch bei Prime schon wieder vorbei. Ob Amazon auch die 15 Teile der zweiten Staffel exklusiv für Deutschland an Land ziehen kann? Wir werden es sehen.

Im Oktober sind erst einmal Katniss Everdeen-Festspiele bei Amazon Prime. "Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 1" sind im Streaming-Angebot angekommen und zur Feier des Ereignisses sowie der bevorstehenden Kino-Premiere von "Mockingjay Teil 2" sind die beiden ersten Teile auch noch einmal "verfügbar". Noch ist Amazon nicht das "Kapitol" und hat also keine Angst vor gespreizten Fingern. Die Prime-Kunden können jetzt also mehr als sechs Stunden "Tribute" mit Jennifer Lawrence quasi als Mini-Serie "bingewatchen".

Die "Hand of God" gibt es jetzt auch deutsch synchronisiert. Ich hab mal reingeschaut und bin irgendwie ratlos. "Hellboy" Ron Perlman ist ein großartiger irrer Richter Pernell. Die Grundidee der Serie ist grandios, nicht umsonst war das Projekt Sieger bei Amazons "Pilot-Saison". Die Produktion ist gewohnt professionell umgesetzt. Aber dennoch springt der Funke irgendwie nicht über- keine Ahnung, warum.

Amazons Spielfilm-Angebot ist dafür richtig gut- Mark Wahlberg wird "The Gambler" geben, Matrix-Neo Keanu Reeves ist einer von "47 Ronin" und (hurra!) Christoph Maria Herbst ist "Stromberg- Der Film". Ja, das musste in Deutschland per "Crowdfunding" finanziert werden. Gäbe es hier noch wirkliche Spielfilm-Produzenten, dann hätte man sich eigentlich schon um die Rechte für die Film-Idee prügeln müssen.

Im Serien-Bereich hat Amazon noch die zweite Staffel "The Affair", mehr "Revenge" und mehr "Scandal" sowie die interessante SF-Mystery "Extant" mit Halle Berry. Die lief bei uns bisher nur auf Sixx und da finden so ein Programm sicher nur wenige. Und es gibt noch mehr "Undercover" aus Bulgarien- schon die vierte Staffel.

Wirklich starkes Programm. Und wem das noch nicht reicht, hier noch ein "Vorgucker": "MR. ROBOT" kommt am 20. November zu Amazon Prime. 9.0 ist das IMDb-Rating des Hacker-Thrillers, der nach Ansicht vieler US-Kritiker besten Serie des Jahres.

Da muss Netflix sich anstrengen, um mitzuhalten- und sie tun was. Das neue Spielfilm-Angebot ist aber hauptsächlich gut abgelagert. Da sind Werke dabei wie "Signs-Zeichen" mit Mel Gibson, das norwegische Blair Witch-Project "Troll Hunter" oder gar "Dumm und Dümmer" und "The Big Lebowski". Auch "Dragon – Die Bruce Lee Story" könnte mich gewiss nicht zum Netflix-Abonnement locken.

Aber dafür macht Netflix ja jetzt selbst Spielfilme. Das Kindersoldaten-Drama "Beasts of no Nation" mit Idris Elba (das ist der taffe Raumschiff-Kapitän aus "Prometheus") geht als erster "Netflix Original"-Spielfilm unter die Zuschauer und hat es wirklich in sich. Sogar für Oscars wird das Werk gehandelt.

Und ja, es sind wirklich die Eigenproduktionen, die Netflix attraktiv machen. "Hemlock Grove" geht im Oktober in die dritte Staffel, die FX-Network Produktion "Fargo", hierzulande "nur bei Netflix", geht in Staffel 2. Premiere hat die Serie "Scream"- eine MTV-Produktion und ja, das ist genau das, nach was es sich anhört. Der Kino-Horror soll im Fernsehen weitergehen und auch das gibt es bei uns nur von Netflix.

Als weitere Serie kommt "Reign" ins Programm. Das Kostüm-Drama über das Leben der jungen Maria Stuart am französischen Hof kennen bei uns bisher wohl auch nur wenige- die erste Staffel lief, na wo wohl, auf Sixx.

Auch um Dokumentationen kümmert man sich weiterhin- unter anderem ist die Netflix-Doku "Winter on Fire- Ukraine's Fight for Freedom" im Angebot. Und es gibt mehr von der neuen Netflix-Leidenschaft für Comedy zu sehen, mit Anjelah Johnson oder Anthony Jeselnik- wer auch immer das sein mag.

Tja, und Watchever hat jetzt Kanäle...

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