Runder, bunter, besser: Der neue Chromecast ist da.

Screenshot: YouTube
Irgendwie war es ein komisches "Event" heute bei Google. Während beim "Apple-Event" eigentlich nur noch der Gospel-Chor fehlt, um die Jünger des "i" in himmlische Sphären empor zu tragen, mussten sich die Android-Fanboys mit einem eiligen Update begnügen, dass in etwa den Spirit einer Powerpoint-Präsentation neuer Rasenmäher bei OBI in Böblingen verbreitete. Nur der gute Mann, der neue "Photo"-Features ausgerechnet anhand eines Albums zum Thema "Äpfel pflücken mit meiner Tochter" vorstellte, sorgte damit für etwas Freude im Raum.

Aber egal. Der neue Chromecast ist da und er wird erst einmal runder und bunter. Ein wenig hängt er jetzt wie eine flache Weihnachtsbaumkugel am flexiblen Band hinter dem Fernseher, was bei der Gestaltung mancher HDMI-Eingänge sicher ganz praktisch ist. Und es gibt zusätzlich auch noch einen "Chromecast Audio" mit 3,5mm-Klinkenstecker für die Musikfans, der von Spotify unterstützt wird.

Der Fernseh-Chromecast hat nun moderneres und leistungsstärkeres WLAN an Bord. Vor allem aber bringt er noch mehr Apps mit noch mehr Inhalten und eine neue Software-Generation mit. In Kombination mit einem leistungsstarken Smartphone oder Tablet als "Second Screen" entsteht so eine Art "Ökosystem" im "Living Room", welches ein weiteres Mal die Frage aufwirft, ob der kürzlich vorgestellte neue "Apple TV" überhaupt noch zeitgemäß und konkurrenzfähig ist.

Denn eine tolle Suche nach Inhalten, auch sprachgesteuert, liefert der Spezialist fürs Suchen jetzt natürlich auch mit. Und sogar das Spielen soll jetzt mit dem Chromecast und dem Smartphone als Controller Spaß machen.

Und das Beste beim Chromecast: Er kostet auch weiterhin nur 39,- Euro- im neuen Google Store sind dabei die Versandkosten schon drin. Und es gibt ihn sofort. Was es nicht gab: Einen neuen "Nexus Player". Okay, der bekommt sicher noch Updates. Ich glaube, bei Google hat man mittlerweile auf diesem Gebiet, anders als bei den Smartphones, längst Amazons Fire TV statt irgendwelcher Würfel als wichtigste Konkurrenz im Blick.

Was fehlt, ist eben nur noch der "Spirit". Vielleicht will man sich ja bewusst etwas nerdig von Apple differenzieren. Aber wenn man sich nur einen Augenblick vorstellt, was die Jungs aus Cupertino aus diesen Angeboten auf der Bühne gemacht hätten... Okay, es trifft keinen Armen. Aber Google hat heute Abend so vielleicht Milliarden verschenkt.

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