"Oculus Connect 2" - Mark Zuckerberg will mit uns Virtual Reality spielen

The Next Platform? Mark Zuckerberg on Stage bei "Oculus Connect 2" Foto: Facebook
Eigentlich ist Oculus Rift bisher ja die perfekte "Virtual Reality"-Brille. Ganz einfach schon deshalb, weil sie nach wie vor hauptsächlich virtuell existiert- real zu kaufen ist sie nach wie vor nicht.

Will man aber "Virtual Reality" für zu Hause, dann gibt es nach wie vor nur das schon auf der IFA 2014 vorgestellte "Gear Virtual Reality Headset" von Samsung und Googles Cardboard. Das erste ist im Prinzip ein Plastikgestell, mit dem man sich ein Samsung-Smartphone als Bildschirm vor den Kopf binden kann. Das zweite ist eine Art Bastelsatz aus Pappe, mit dessen Hilfe auch andere Smartphones vor den Kopf kommen. In jedem Fall sieht man dann idealerweise nichts mehr außer dem quer gelegten Handy-Bildschirm, auf den dann die Entwickler Virtual Reality zaubern.

Es ist ja schon einige Zeit her, dass Facebook das Oculus Rift-Projekt übernommen hat und ständig werden sie nun gefragt: Wann gibt es die echte Brille? Oculus feierte gerade seine zweite Entwicklerkonferenz "Oculus Connect", Mark Zuckerberg war da, aber er hat es dort auch nicht verraten. Es soll nicht mehr allzu lange dauern, so hörte man und sie soll mehr als 300 Dollar kosten.

Wie fast jedes völlig neue Nerd-Spielgerät hat auch die Oculus Rift ein Henne-Ei-Problem. Wer viel Geld für die Brille ausgibt, will dann auch etwas sehen. Das braucht aber für die neue Virtual-Reality-Welt erst einmal viel Software und Content. Insofern sind Bastel-Lösungen wie die von Samsung sehr wertvoll- eine erste einfache Virtual-Reality-Plattform ist so entstanden und Software- und Spiele-Entwickler können sich damit beschäftigen. Auf der "Oculus Connect 2" wurden auch Partnerschaften mit Computer-Herstellern bekannt gegeben, die Rechner herstellen, welche dann bei den heftigen Anforderungen der Oculus-Brille auch hinterherkommen.

"The next Platform" soll es werden für das blaue Imperium des Mark Zuckerberg und allzu viel Zeit ist da nicht mehr. Microsoft hat mit seiner "HoloLens" etwas möglicherweise noch Besseres in Arbeit und ich tippe mal, dass nächste Woche vielleicht auch eine Google-Idee dazu kommt. Irgendwas mit "Glass" zum Beispiel.

Die Entwickler arbeiten jedenfalls mit Hochdruck überall am Thema und zumindest einige interessante "Vorgucker" hatte die Oculus Connect zu bieten. Vom 360 Grad "StarWars"-Schnipsel bis zur Ankündigung einer Netflix-App für Oculus war da vieles dabei. Sogar "Hunger Games" wurden angekündigt.

Also hier in der Gegend, ja wirklich, hat das ganz große Hollywood kürzlich für die "Avengers" gedreht. Das wichtigste Requisit dabei: Jede Menge riesige Sperrholz-Wände in Grün, auf die dann im Computer der eigentliche Film um die zwei oder drei Schauspieler herumgebaut wird, die vor den Sperrholz-Wänden komisch herumhüpfen. Wie das dann im 360 Grad-Rundumblick technisch funktioniert, kann ich mir nur schwer vorstellen.

Die "Avengers" zum Beispiel rennen ziemlich viel. Eine 360 Grad-Rundum-Sperrholzwand müsste da zum Beispiel mitlaufen. Also nicht zuviel erwarten. Bis zur "Virtual Reality" Hunger Games-Bettszene mit Jennifer Lawrence wird auf jeden Fall noch allerhand Entwicklungsarbeit gebraucht.

Wozu das Ganze dann gut ist? Oculus und damit Mark Zuckerberg wollen doch nur mit uns spielen, "Minecraft" zum Beispiel, andere Filme zeigen oder eben just for fun:



Die kompletten "Oculus Connect 2" - Keynotes gibt es hier bei twitch.

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