Samsung geht mit Netflix als Partner zur IFA- für bessere Bilder

Samsung UHD-TV JU6850 Foto: Samsung
Die "Netflix-Taste", so wie unter anderem bei Sony oder Panasonic, wird es bei Samsung (noch) nicht geben. Aber zur "Preview" für die IFA in Berlin tritt der südkoreanische TV-Gerätehersteller gemeinsam mit dem Streaming-Giganten als Partner auf. "Wir wollen zeigen, was in unseren TV-Geräten drinsteckt", so Samsung-Manager Kai Hillebrandt. Weil, das sagt er zwar nicht, aber so ist es: Der Preis- und Innovationswettbewerb auf dem Markt für Fernsehgeräte ist hammerhart. Es wird immer schwieriger, die Verbraucher davon zu überzeugen, dass ein neuer Fernseher mehr als ein paar hundert Euro kosten muss.

So geht der Preisverfall munter weiter und bringt selbst traditionsreiche Hersteller immer mehr in Bedrängnis. Nur die ganz Großen, so wie eben Samsung, haben noch die Ressourcen, um im Rennen um immer bessere, größere und schärfere Bilder zu immer günstigeren Preisen ganz vorn mit dabei zu sein.

Ganz vorn mit dabei heißt aktuell ultra-hochauflösend, also mindestens 4K UHD-TV. Und das allein reicht auch nicht mehr aus. Der oben gezeigte Samsung JU6850 ist brandneu und bringt zum Beispiel jetzt Samsungs "Nano Crystal Color-Technologie" für bessere Bilder von der oberen in die mittlere Preisklasse. Und das eigentlich nur Monate nach der Neuvorstellung.

Nicht nur Samsung, sondern alle TV-Gerätehersteller können nicht mehr auf die Fernsehsender warten. Niemand kauft einen UHD-Fernseher, weil er einen "Demokanal" empfangen kann. Die UHD-Zuschauer wollen Inhalte sehen, eben in UHD und demnächst auch in HDR.

Deshalb arbeiten die Hersteller jetzt immer enger mit den Streaming-Anbietern zusammen und optimieren ihre Geräte auf deren "Empfang". Denn die, zum Beispiel eben Netflix, bieten bereits jetzt UHD und sogar HDR-Inhalte an. Das herkömmliche, klassische Fernsehen und damit die "Sender" geraten dadurch langsam aus dem Blickfeld der Entwickler. Ja, die gibt es auch noch. Ja, das muss er auch noch können.

Über viele Jahre hinweg hatten Radiogeräte neben dem UKW-Empfang auch noch "Lang-" "Mittel-" oder "Kurzwellen". Obwohl das so gut wie niemand mehr genutzt hat. Denn die Empfangsqualität per "UKW" war so signifikant besser, dass die restlichen "Wellen" langsam, aber sicher von den Radiohörern vergessen wurden.

Die "Empfangsqualität" per Streaming in UHD mit HDR wird beim Fernsehen bald ebenfalls signifikant besser sein. Dazu bietet Streaming im Vergleich zum "Sender" noch den Vorteil der zeitunabhängigen Nutzung. Wenn die herkömmlichen TV-Sender nicht bald in mehr Bildqualität investieren, könnte dem bisherigen Fernsehen ein ähnliches Schicksal wie Lang- und Mittelwelle drohen.

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