Amazon, Netflix, Watchever- die Streaming-TV Highlights im Mai.

Jane Fonda und Lily Tomlin im Netflix-Original "Grace and Frankie" Foto: Netflix/Melissa Moseley
"Lineares Fernsehen ist wie ein Faxgerät." Mit dieser Aussage erfreute gestern Netflix-Gründer Reed Hastings die zahlreich erschienene Fangemeinde auf der Berliner Republica. Einst eine tolle Sache, seien Faxgeräte heute dagegen durch bessere Kommunikationsmittel abgelöst. Mit "besser" als lineares Fernsehen meint er natürlich Netflix. Und einige Zahlen sind schon beeindruckend. Satte 100 Millionen Dollar betrug einst die Risiko-Investition für die erste Staffel von "House of Cards". Für den damaligen DVD-Versand Netflix eine lebensgefährliche Zahl- wie beim Pokern in Las Vegas setzte Hastings alles auf Sieg und wollte sehen. Und er gewann.

"Grace and Frankie" ist eine von vielen Original-Netflix-Serien, die danach kamen, und geht im Mai an den Start. Und ja, unglaublich, das ist Jane Fonda. Sam Waterston und Martin Sheen sind auch noch mit dabei. Netflix-Serien sollen immer Champions-League spielen. So etwas ist nicht billig. Allein in diesem Jahr werden fast unvorstellbare drei Milliarden US-Dollar in die Produktion eigener Netflix-Inhalte fließen. Auch im Mai kommen "Between" und jede Woche eine Folge "The Returned" zu uns und es gibt als Highlight im Serienbereich die 2. Staffel der Horrorserie "Penny Dreadful". Man dürfe sich auf die Mitwirkung illustrer Personen wie Dorian Gray, Victor von Frankenstein oder Abraham Van Helsing freuen, so wird versprochen.

Im Spielfilmbereich ist Netflix eher so naja. Superman Returns und Man of Steel sind dabei. Wer es mag, Hangover 3. Johnny Depp in einer sehr passenden Rolle als Indianer Tonto in "The Lone Ranger". "Rosemarys Baby" wird schreien und, "Only God Forgives", es wird Dokumentationen geben- über Pornostars genauso wie über Mormonen.

Sex scheint überhaupt ein neues Thema zu sein. So will uns Watchever mit der mehrfach ausgezeichnete Serie "Masters of Sex" ins Abo locken. Alfred Hitchcock ist jetzt 35 Jahre tot, deshalb (oder weil sie günstig zu haben waren) gibt es auch eine Filmreihe mit Klassikern von "Frenzy" bis "Psycho". Darunter auch nur noch selten gezeigtes wie "Sklavin des Herzens" mit Ingrid Bergman. Und eine "Comedy-Offensive" wird angedroht, mit "Dittsche" oder, na, du alte Kackbratze, Kurt Krömer.

Amazon Prime Video bietet im Mai eine echte Blockbuster-Offensive. "Das ist das Ende" - nein, erst der Anfang. Matt Damon und Jody Foster gibt es in "Elysium" zu sehen und Roland Emmerich lässt es in "White House Down" endlich wieder einmal so richtig krachen. Auch für den kleinen Jungen in uns allen gibt's bestes Material- "Iron Man 3", für mich der beste Eisenmann-Film, und am Ende des Monats sogar noch die ultimative Ära des Untergangs in "Transformers: Age of Extinction". Ich bevorzuge ja eher leiseres wie die Geschichte von Thor Heyerdahls Seefahrt in "Kon Tiki". Na gut, ist gelogen.

Serien hat Amazon auch, unter anderem wurde die erste Staffel "Mozart in the Jungle" synchronisiert, es gibt die erste Staffel "Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D" und die siebente "Californication"mit Fox Mulder, ähh, David Duchovny.

Also dann lassen wir es mal krachen:

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