Amazon, Netflix, Watchever- die Streaming-TV Highlights im März.

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Tja, Watchever meldet eigentlich nur, dass es jetzt dort für die Kids auch Animé zu sehen gibt- die japanische TV-Serie Pokémon ist neu im Angebot. Und dass o2-Kunden ab 10. März im Rahmen einer Kooperation Watchever für 24 Monate für 3,99 Euro monatlich bekommen können- für lockere 120 Euro weniger als der Normal-Tarif. Das wars. Ob das die richtige Überlebensstrategie ist?

Europa kann Serie- das haben wir hier immer wieder mit interessanten Beispielen beschrieben. Aber kann Europa auch vermarkten? Als Watchever noch Vivendi-Tochter war, gab es dort "The Returned" zu sehen- eine Produktion der Vivendi-Tochter CANAL+. Oder besser gesagt, "Les Revenants", wie es im französischen Original heißt. Die Serie gefiel den US-Amerikanern so gut, dass sie ihr den "Emmy" für die beste ausländische Produktion verliehen und dann sofort die ganze Geschichte noch einmal selbst produzierten. Statt in ein französisches Bergdorf kehren die Verstorbenen nun in das kleine Caldwell im US-Bundesstaat Washington zurück. Womit wir zurück beim Thema wären. Denn das Plagiat die Kopie gibt es ab 10. März bei Netflix zu sehen.

So richtig begeistern kann mich das Monatsprogramm wieder einmal nicht. Netflix muss in Deutschland auf sein globales März-Highlight, die dritte Staffel von "House of Cards", aus den bekannten Gründen verzichten und bewirbt auf allen Kanälen statt dessen weiterhin das im Februar gestartete Breaking Bad-Spinoff "Better Call Saul". Dazu gibt es die Serienstarts von "Unbreakable Kimmy Schmidt" und "Bloodline". Für die Spielfilm Fans bietet man unter anderem Triple X- Agenten, Mr. Bean und Adam Sandler (Leg dich nicht mit Zohan an). Dazu die Hollywood-Version von "Hansel und Gretel" (kein Schreibfehler), "Green Lantern", "Mr. Deeds" und "Twilight- bis zum Ende der Nacht".

Womit wir (fast) schon bei Amazon wären. Dort geht "Lost" demnächst lost und bei Netflix kommt die Serie neu ins Programm. "Dr. House" öffnet dagegen bei beiden seine Praxis für die ganz harten Patienten - Netflix hat aber acht Staffeln, Amazon nur vier. Warum auch immer. Amazon kann in diesem Monat mit Masse punkten- dutzende Spielfilme und Serien kamen neu ins Programm, aber nur wenig meldungspflichtige Highlights. Für mich haben sie jetzt auch "Pulp Fiction". Den gibt's bei Netflix oder Maxdome aber schon länger. Trotzdem- erst einmal Twist für alle muss sein:



Auf das etwas misslungene Sci-Fi-Spektakel "After Earth" der Familie Smith könnte ich dagegen auch gut verzichten. Die Minions kommen- zurück ins Kino und mit "Ich – Einfach unverbesserlich 2" auch ins Streaming-Angebot von Amazon Prime. Passend dazu auch die "Schlümpfe". Für die Größeren hat Amazon die Romanverfilmung "Nachtzug nach Lissabon". Wer Veronica Ferres mag, für den gibt es "Rubinrot" und natürlich auch den aus mir unverständlichen Gründen überall unvermeidlichen Adam Sandler in "Kindsköpfe 2". Für die Serienfans noch interessant: Die Staffel 3 von "Homeland" kommt neu ins Programm.

Überhaupt, Serien. Durch ein exklusives Abkommen mit "Entertainment One" (eOne) haben weitere vier US-Serien Premiere bei Amazon Prime: "Halt and Catch Fire" (Staffel 1), "Rogue" (Staffel 1 und 2), "The Red Road" (Staffel 1) und "Turn" (Staffel 1) kann man wahlweise in der deutsch synchronisierten Fassung oder in der englischen Originalversion ansehen. Neue Episoden der vier Serien sollen dann bereits wenige Tage nach US-Erstausstrahlung in englischer Originalversion zur Verfügung stehen.

Der Sieger des Monats? Keine Ahnung. Eine interessante Serienidee ist auf jeden Fall "Unbreakable Kimmy Schmidt" von Netflix. Die Dame schlägt nach 15 Jahren im Atombunker wieder in der Zivilisation auf- das könnte lustig werden:

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