Toshiba gibt Herstellung von TV-Geräten für den Weltmarkt auf

Foto: IFA
Auf der letzten IFA im September waren in Berlin noch keine Anzeichen zu sehen. Toshiba präsentierte attraktive Ideen und Neuheiten, auch im TV-Bereich, der für den Technologie- und Elektronik-Konzern Toshiba Corporation wohl nur noch ein Nebengeschäft ist. UHD-Fernseher waren genauso dabei wie die wohl bald kommenden, noch breiteren "Wide Screens". Aber nicht nur die letzten deutschen Hersteller von TV-Geräten müssen dem brutalen Innovations- und Preisdruck auf dem Weltmarkt Tribut zollen. Auch in Asien gibt es "Hochlohnländer" und die Japaner sind es, die es zuerst trifft. Ja, die Japaner. Die, die einst als Erste mit Qualität zu günstigen Preisen aus Asien hier ankamen und die einheimische, damals hieß es noch "Unterhaltungselektronik"-Industrie das Fürchten lehrten.

Sanyo und Sharp haben bereits aufgegeben und lassen ihre traditionsreichen TV-Marken nach dem Beispiel von Philips oder Grundig auf die Geräte anderer Hersteller schrauben, Hersteller, die es billiger können. Jetzt hat sich auch Toshiba dazu entschieden. Beginnend mit dem größten, dem US-Markt, zieht man sich schrittweise aus dem globalen Markt zurück. Nur für Japan will Toshiba künftig noch eigene Geräte produzieren. Für den US-Markt ging die Lizenz für den Markennamen an den taiwanesischen Hersteller "Compal Electronics".

Nur Sony will sich weiter mit eigenen TV-Geräten auch aus Japan den Fluten billiger Smart-TV noch wirklich entgegenstellen. Bleibt zu hoffen, dass der vorhandene Innovationsvorsprung wie beim kürzlich auf der CES in Las Vegas vorgestellten Bravia X90C mit Android-TV für genügend höhere und damit auskömmliche Preise sorgen kann.

Hier noch eine aktuelle Demonstration des Toshiba Android TV für Indien:

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