Mitbestimmung: Amazons "Pilot Season" erstmals auch für Deutschland

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"Alle Fahrzeuge unterliegen Suche." Aha. Wahrscheinlich war der Google-Übersetzer am Werk. Und nein, es ist keine finnische Serien-Idee. Obwohl es schon ein wenig an den Gaga-Blockbuster "Iron Sky" erinnert. "The Man in the High Castle" heißt das Werk und es geht der Frage nach, wie die Gegenwart in den USA aussehen könnte, wenn die Alliierten den zweiten Weltkrieg verloren hätten. Das Ganze basiert auf dem Roman "Das Orakel vom Berge" von Philip K. Dick. 20 Jahre nach der Niederlage sind die Vereinigten Staaten unter den Siegern Japan und Deutschland aufgeteilt. Die Spannungen zwischen den beiden hegemonialen Mächten nehmen immer weiter zu und führen zu Konflikten im Westen der USA...

Interessant? Na ja, Geschmackssache. Aber wir, die Zuschauer, wir werden entscheiden. Und zum ersten Mal auch wir hier in Deutschland. Sieben Pilot-Episoden neuer Comedy-, Drama- und Dokumentarserien stehen ab 15. Januar exklusiv bei Amazon Prime Instant Video für alle Kunden in Deutschland, Österreich, den USA und Großbritannien in ihrer Originalversion zur Verfügung. Für uns besteht erstmals die Möglichkeit, die Serienpiloten nicht nur anzusehen, sondern auch zu bewerten. Die Entscheidung der Amazon Studios, ob ein Pilot als komplette Serie produziert wird, orientiert sich an diesem Feedback der Zuschauer.

Neben dem "Man in the High Castle" von Frank Spotnitz (Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI) gibt es Test-Episoden für "Cocked" von Samuel Baum (Lie to Me) und Sam Shaw (Manhattan - TV-Serie) zu sehen, "Mad Dogs" von Cris Cole (The Bill) und Shawn Ryan (The Shield – Gesetz der Gewalt), "Point of Honor" von Carlton Cuse (Lost) und Randall Wallace (Braveheart). Darüber hinaus stehen die halbstündigen Serien "Down Dog" von Robin Schiff (Are You There, Chelsea?) und "Salem Rogers" von der Newcomerin Lindsey Stoddart zum Streaming bereit. Abgerundet wird das neue Angebot von "The New Yorker Presents". Die Dokuserie basiert auf Beiträgen des legendären Magazins- für Kenner der "Big Apple"-Institution sicher eine sehr faszinierende Idee. Der Oscar- und Emmy-Preisträger Alex Gibney (The Armstrong Lie) fungiert als Executive Producer.

Auch für Kinder gibt es ein Angebot mit "Buddy: Tech Detective", "Sara Solves It", "The Stinky & Dirty Show", "Niko and the Sword of Light", "Table 58" und "Just Add Magic".

Ja, das ist es, meint Netz-TV- mehr Demokratie wagen. Die Intelligenz des Schwarms nutzen. Auch wenn nicht jedes hoffnungsvolle Projekt wirklich durchkommt. Da ist Amazon auf einem sehr erfolgversprechenden Weg. "Wir sind schon sehr auf die Reaktionen unserer Kunden auf diese neuen Projekte gespannt", so Roy Price, Vice President der Amazon Studios.

Aber Erfolg ist nicht alles- und Quote auch nicht. Amazon spendiert zusätzlich noch Geld fürs Image. Star-Regisseur Woody Allen, so wurde heute bekannt, wird für die Prime-Videogucker die erste Serie seiner Karriere entwickeln. Die Amazon Studios gaben eine komplette Staffel des derzeit noch titellosen Projekts in Auftrag. Woody Allen fungiert zugleich als Autor und Regisseur der 30-minütigen Episoden und  wird wohl wie immer etwas abliefern, dass vor allem den Kritikern gefällt.

Fertig geworden ist gerade Season 1 von "Mozart in the Jungle":

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