Mehr Video bei Twitter - reichen 30 Sekunden aus?


Die Werbung der Zukunft wird Bewegtbild-Werbung sein. Und egal ob klassischer "Fernseh"-Spot oder eine der unendlich vielen andere mögliche Formen- sie kommen gestreamt über das Netz zum Verbraucher und verteilt wird per "Targeting", statt über "Schaltungen" oder "Einschaltquoten". Und "Social Media"-Anwendungen werden den klassischen Medien einen großen Teil der Werbeeinnahmen wohl zukünftig einfach wegnehmen.

Das glaubt jedenfalls Netz-TV und die wirklich großen "Social-Media"-Plattformen glauben das offenkundig auch. Jetzt müssten nur noch die Werbekunden aufwachen und das wirkliche Rennen um das vielleicht größte Geschäft aller Zeiten könnte endlich beginnen. Google hat jedenfalls mit YouTube Social-Media und Videoplattform in einem Angebot vereint im Portfolio und liegt damit im Wettbewerb weit vorn. Facebook hat das Video-Thema auch erkannt und will mit allen Mitteln aufholen. Und mit etwas Verspätung kommt nun auch der kleine Zwitschervogel Twitter.

Okay, dort gibt es schon seit jetzt zwei Jahren "Vine". Ich verstehe es zwar nicht- ein Erfolg bei den Nutzern ist das Angebot dennoch. Fast 350 Milliarden Aufrufe "seit Beginn der Zählung" meldet stolz der Vine-Blog. Mir sind sechs Sekunden einfach zu wenig. Und beim Kampf um die Bewegtbild-Werbung kann Vine Twitter nicht helfen. Die Akzeptanz für Werbespots, die vor einem sechs Sekunden langen Schnipsel laufen, dürfte sich beim Nutzer sehr in Grenzen halten.

Ab sofort gibt es nun "Video on Twitter". 30 Sekunden dürfen da die Videos lang sein. Das wird immer noch nicht für einen Werbe-Boom reichen, aber es muss ja nicht das ewige Ende der Fahnenstange sein. Vielleicht ist es ja nur ein Anfang. Denn Twitter muss sparen. Google wie Facebook verfügen über eigene, große und teure Daten-Center für die Cloud, die riesige Video-Datenmassen speichern und bei Bedarf zur Verfügung stellen können.

Twitter muss solche Kapazitäten erst schaffen oder teuer anmieten. Keine einfache Aufgabe, denn getweetet wird zwar viel, aber dass schon nicht mehr ganz so junge Start-Up schreibt immer noch erhebliche Verluste. Der Weg zu mehr Werbeeinnahmen, so es ihn denn überhaupt gibt, führt aber über Videos. Also fängt es jetzt richtig an mit dem Video-Twitter.

Das wird spannend- und so sieht es aus:

Kommentare

Aktuell meist gelesen: