CES Las Vegas: Neue Runde im Kampf der SmartTV-Betriebssysteme

Foto: LG
Nächste Woche ist wieder Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas- und die neue Runde im Kampf der SmartTV-Betriebssysteme wird diesmal schon im Vorfeld eröffnet.

Da gibt es Neues von Android-TV, bisher ja immer noch mehr eine Baustelle als ein überzeugendes Produkt. Nichts Offizielles, sondern das Gerücht, neben Philips und den chinesischen SmartTV-Herstellern würde demnächst auch Sony voll auf das Google-Betriebssystem setzen.

LG mit seinem ohnehin erfolgreichen webOS hat noch einmal nachgelegt und wird auf der CES "webOS 2.0" vorstellen- mit einer, so glaubt es jedenfalls die Firma selbst, "herausragenden Benutzerfreundlichkeit, die jedes konkurrierende System übertrifft". Man hat sich um 4K-UHD-Inhalte und einfachere Navigation gekümmert, ja, aber vor allem auch an dem Problem gearbeitet, dass SmartTV-Nutzer am meisten nervt: Die oft quälend langen Reaktionszeiten bei der Navigation. Die Start-Zeit bei webOS-Geräten soll um bis zu 60 Prozent reduziert sein und der Zugriff auf Inhalte soll deutlich reibungsloser und schneller erfolgen. Beim Wechsel vom Smart TV-Startbildschirm auf YouTube wird zum Beispiel eine um bis 70 Prozent verbesserte Ladezeit versprochen.

Und auch Marktführer Samsung scheint mit seinem Open Source Betriebssystem Tizen jetzt so weit zu sein. Gab es noch im letzten Juni bei dessen Vorstellung nur das wolkige Versprechen, dass es "sehr bald" auf den Markt kommen werde, wurde jetzt in Las Vegas erklärt, ab Baujahr 2015 würden alle Samsung Smart TV mit Tizen ausgeliefert. Dazu gibt es, wie bereits verkündet, Anschluss an Sonys PlaystationNow-Service zum Spielen in der Cloud, eigene Spiele und Inhalte inklusive dem eigenem "Milk"-Videodienst nur für Samsung-Kunden.

Bei den Betriebssystemen für Computer gibt es drei wichtige Anbieter am Markt: Microsoft, Apple und Google. Wie auch bei Smartphones- da sind es mit Google, Apple und Microsoft die gleichen drei Anbieter nur in unterschiedlicher Reihenfolge. Könnte gut sein, dass beim Rennen um das vermutlich wichtigste und profitabelste Betriebssystem der Zukunft tatsächlich koreanische Fernsehgerätehersteller die Sieger sind.

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