ApeCrime ist auch weg- Auflösungserscheinungen bei Mediakraft ?

Screenshot: mediakraftnetworks.de
Fast kann die Firma einem schon leid tun. Mediakraft, "Deutschlands größter Online-TV-Sender", hat immer stärkere Auflösungserscheinungen. Als Simon Unge alias "ungefilmt" und "ungespielt" kürzlich quasi als Weihnachtsgeschenk dem YouTube-Netzwerk seine großen "Partner"-Kanäle einfach öffentlich vor den Kopf knallte und die Tür hinter sich zuschlug, müssen die Mediakraft-Chefs es ja schon gewusst haben: "ApeCrime" ist auch weg. Denn andere, wie zuvor auch schon "LeFloid", kündigen rechtssicher und vertragsgerecht- und die Jungs von ApeCrime haben es wohl genau so getan. Oder, wie es so schön offiziell heißt, Cengiz Dogrul, Andre Schiebler und Jan-Christoph Meyer haben ihren Mediakraft-Vertrag "zum Jahresende auslaufen lassen".

Kann man da schon von Auflösungserscheinungen sprechen? Clixoom alias Christoph Krachten und Mediakraft-"Präsident" sieht eigentlich aus wie immer, nur spricht er gefühlt immer schneller. Vielleicht denkt er beim Videodreh ja regelmäßig "dann hole ich die Abrufe eben selbst". Zu den "Videodays 2014" war die "Affengang" von ApeCrime jedenfalls noch eines der großen Zugpferde aus dem Mediakraft-Stall:



Und da geht es um mehr als nur um Jungs, die mit 400 Videos mal eben 2 Millionen Abonnenten und 300 Millionen Abrufe auf YouTube holen. Die Netzwerke wie Mediakraft leben nicht nur von den Prozent-Anteilen, die sie von den YouTube-Werbespots bekommen. Lukrativer sind sicher die vielen Zusatzgeschäfte, die YouTube-Stars dem eigenen Netzwerk ermöglichen. ApeCrime zum Beispiel waren zur Fußball-WM die Gesichter von "Coke TV" auf YouTube. Natürlich "unterstützt durch Produktplatzierung".

Zwar hat Mediakraft noch jede Menge andere "Partner". Doch es sind die wenigen wirklichen Stars der Szene, mit denen man diese Zusatzgeschäfte machen kann. Und nicht alle kann man wie "Y-Titty" mit Firmenanteilen an Mediakraft binden.

"Wir nehmen die aktuelle Diskussion zum Anlass, darüber nachzudenken, wie wir die Beziehung zu unseren Partnern verbessern können", so Christoph Krachten zur WirtschaftsWoche. "Wir haben gemerkt, dass es den Partnern teilweise nicht bewusst ist, was wir für sie leisten."

Bis dahin gilt, gerade auch auf YouTube: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen:

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