NFL bei Facebook - ein Sportfernsehen, dass man teilen kann

Screenshot: facebook.com/NFL
Ohh je. Mittlerweile bekommen die Gejagten des Medienwandels nicht einmal mehr ein paar Tage dringend benötigte Weihnachtsruhe. Beinahe täglich gibt es aus dem Mutterland der digitalen Revolution, den USA, neue Nachrichten. Neue Nachrichten, die auf den ersten Blick nicht spektakulär erscheinen. Ja klar, logisch, möchte man jeweils sagen. Aber wenn man nur einen Augenblick über sich daraus ergebende Folgen und Auswirkungen nachdenkt...

Also Facebook zum Beispiel ist ja seit diesem Jahr verstärkt in Richtung Video und Bewegtbild unterwegs. Dabei setzt man jetzt zusätzlich auf eine Zusammenarbeit mit starken Partnern. Partner, die so stark sind, dass den vielen anderen Medienunternehmen die draußen bleiben, wohl schwummrig dabei wird. Und Video und Bewegtbild heißt im neuen digitalen Wunderland stets auch gleich "TV"- moderne SmartTV-Geräte haben immer öfter auch eine Facebook-App. Fernsehnachrichten gibt es schon im neuen "Facebook-TV". Und nun kommt auch der Sport dazu.

Unter Sport versteht man im US-Fernsehen natürlich zuerst die National Football League, die Profi-Liga im American Football. Die ist ohnehin schon seit diesem Jahr mit "NFL now" am Start- einem eigenen WebTV-Angebot mit aus deutscher Sicht geradezu unglaublichen Ausmaßen. Die NFL wird jetzt Facebook-Partner und versorgt die Social Media Plattform mit Videos rund um die Liga- Videos, die auch die Highlights der Spiele enthalten. Und Facebook muss nicht einmal etwas dafür bezahlen.

Mit dem Deal soll trotzdem ein überzeugendes Beispiel dafür geschaffen werden, dass man mit Videos auf Facebook Geld verdienen kann. Denn es gibt Sponsoren und Spots- und Facebook wird mit der NFL die Einnahmen teilen. Ob die NFL mehr bekommt, als die üblichen 55% für YouTube-"Partner"? Einen offiziellen YouTube-Kanal gibt es für die NFL-Bilder bisher jedenfalls nicht.

In Deutschland hat der Axel Springer Verlag sehr viel Geld dafür auf den Tisch gelegt, um mit Hilfe von Spiel-Ausschnitten der Fußball-Bundesliga das gute alte Zeitungsabonnement unter dem Namen "BILDplus" irgendwie doch noch in die neue Zeit zu retten. Mittlerweile versucht man mit Hilfe von YouTube ( also lustigerweise Google ) durch kostenloses Bereitstellen im Netz etwas von dem investierten Geld zurückzubekommen.

Die Zahl der Fernsehsendungen, die von den Bildern und dem Geschehen rund um die Fußball-Bundesliga leben, ist kaum überschaubar.

Sowohl Zeitungen als auch Fernsehsender sollten die etwas ruhigere Zeit zwischen den Jahren zum intensiven Nachdenken nutzen.

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