Google und Amazon werfen Apple-TV aus dem US-Streaming-Markt


Netz-TV ist ein schnelllebiges Geschäft. Der technische Fortschritt ist rasant- wenn man nur ein Jahr zurückschaut, kommt automatisch das Kopfschütteln. 12 Monate reichten aus, um quasi eine komplett neue Fernsehwelt zu erschaffen. Wer da nicht ständig mit Neuem und Besserem auf dem Markt erscheint, ist schnell aus dem Blickfeld des Konsumenten verschwunden.

So ergeht es anscheinend Apple-TV wohl nun auf dem US-Markt für Streaming-Geräte. Bis einschließlich 2013 wurde dieser von zwei Anbietern dominiert- dem Streaming Spezialisten Roku und dem Würfel von Apple-TV. Aktuelle Zahlen des Marktforschers Parks Associates zu den Marktanteilen zeigen nun für 2014 den schon vermuteten fulminanten Umbruch.

10% aller US-Haushalte mit Breitbandanschluss erwarben in den ersten drei Quartalen dieses Jahres so ein Ergänzungsteil für ihren Fernseher. Schon das ist sehr beachtlich. Und es wird sichtbar, dass trotz des großen Namens die Firma Apple jetzt wegen Mangel an Innovation von den Konsumenten zügig aus dem Markt verabschiedet wird. 

Zwei Sieger sind es, die mit rasantem Tempo die Marktanteile aufrollen und auch dem Noch-Marktführer Roku heftig zusetzen: Googles Chromecast und Amazons Fire-TV. Und es sind zwei sehr unterschiedliche Sieger- Fire-TV ist eine Streaming-Box und Google überzeugte viele Konsumenten mit Chromecast von der Idee, dass ein einfacher und preiswerter HDMI-Stick vielleicht auch ausreicht.

Mit 20% Marktanteil ist Chromecast aus dem Stand locker an Apple mit seinen noch 17% vorbeigezogen. Amazon liegt mit 10% zwar noch hinter Apple zurück, allerdings nur statistisch- denn "Fire-TV" ist ja erst seit April diesen Jahres auf dem US-Markt, Chromcast dagegen feierte schon seinen ersten Geburtstag.

Ob nun HDMI-Stick oder eine Box- das soll nach Meinung der beiden Jahressieger der Kunde entscheiden. Für die Marktanteile 2015 ist Google zusätzlich mit dem "Nexus Player" und Amazon mit dem "Fire-TV-Stick" am Start. 

Ausgerechnet Apple, die Firma mit dem "one more thing", erscheint derzeit als bedeutungslos für den wohl größten und wichtigsten Zukunftsmarkt im Netz.

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