TV-Markt USA: Zombies fressen die Werbekohle

Foto: RTL II
413.695 harte Dollar. Der Boom der neuen Serien aus den USA bleibt nicht ohne Auswirkungen auf den Werbemarkt. 413.695 Dollar kostete der durchschnittliche 30-Sekunden-Werbespot im "The Walking Dead"- Paket bei AMC laut Variety. 26,9% mehr als 2013.

Das ist auch erstmals mehr als "Monday Night Football" auf ESPN kostet. Da zahlt man 397.898 Dollar. Das ist 2,48% weniger als im Vorjahr. Okay, Sunday Night Football auf NBC kostet noch 623.425 Dollar. Aber auch das ist ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr- um 0,8%.

Das ist noch kein Erdbeben. Aber neu. Die Werber finden ihre liebste Zielgruppe ( jung, männlich ) nicht mehr vorrangig und ausschließlich beim Sport. Die neuen Serien sorgen nicht nur bei Netflix & Co. für Erfolg.

Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, wäre das sehr dramatisch. Denn die großen Networks verteilen ihre Budgets nach dem Zuschauer- und dem Werbeerfolg. NFL Football ist ein sehr teures Programm. Deutlich teurer als die Produktion von Fernsehserien. Viel Geld könnte aus den Stadien in Richtung Hollywood umverteilt werden.

Vielleicht muss sich ja auch irgendwann die deutsche Bundesliga vor Zombies fürchten. Noch ist die Welt des deutschen Sports relativ in Ordnung. Wir sind Weltmeister. RTL II zeigt die 16 Episoden der vierten Staffel von "The Walking Dead" ab Montag, den 27. Oktober 2014 als deutsche Free-TV-Premiere. Ab 23.15 Uhr Richtung Nacht. Für das Thema ginge ohnehin frühestens 22 Uhr.

Noch ist es also bei uns nicht so weit. Sollte es aber öfter vorkommen, dass Serien vergleichbare oder gar bessere Werbeeinnahmen erzielen können als die populärste Liga im Sport- tja dann. Dann wird nichts im Fernsehen mehr so sein, wie es war.

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