Neues vom Schlandnet - deutsche Realsatire von "den Medienanstalten"


Deutschlands Landesmedienanstalten haben ein schlimmes Problem. Ein ganz schlimmes. Ursprünglicher Sinn und Zweck dieser etwas merkwürdigen, weil sonst so in keinem anderen demokratischen Land vorkommenden Einrichtungen ist eigentlich die Beaufsichtigung und Zulassung von "Rundfunk".

Seit einiger Zeit grummelt es beim "Rundfunk". Vor allem bei dem Teil des Rundfunks, der sein Geld am Markt verdienen muss und von der nahezu unerschöpflichen Geldquelle "Rundfunkgebühr" abgeschnitten ist. Ja, die "Rundfunkgebühr", die auch "die Medienanstalten" mit einer dreistelligen Millionensumme an Euros jährlich finanziert. Die Privaten Sender fordern gleiches Regulierungsrecht für alle, die am Markt miteinander konkurrieren. Logisch, sagt man da. Sollte doch selbstverständlich sein. Dumm ist nur, dass immer mehr der konkurrierenden "Fernseh"- und "Rundfunk"-Anbieter aus dem Internet "senden".

Jetzt könnte man einfach die Regeln, die im Internet gelten, auch auf die klassischen Fernseh- und Rundfunksender anwenden. Das wäre eigentlich gar kein Problem. Ja, man könnte auf diesem Weg sogar dreistellige Millionensummen einsparen und an den Gebührenzahler zurückgeben. Die würden beim Programm nirgends fehlen. Nur bei den Landesmedienanstalten, weil die dann niemand mehr braucht. Das geht natürlich gar nicht.

Also muss man es irgendwie andersrum hinbekommen. Das Internet nach deutschen "Rundfunk-Regeln" regulieren. Und so beginnt ein typisch deutsches Dilemma. Denn das geht eigentlich nicht wirklich, Ja, man macht sich sogar weltweit lächerlich. Aber es muss sein. Nur so sind die schönen Direktorenposten weiterhin sicher.

Deshalb kann man jetzt hier die "Checkliste der Medienanstalten für die Veranstalter von Web TV" finden. Damit jeder "Veranstalter" eine "erste Orientierung" bekommt, ob er "noch YouTuber ist oder schon zulassungspflichtigen Rundfunk" veranstaltet.

Denn da gab es in Deutschland doch bisher einige Unsicherheiten. Die unter anderem dazu führen, dass Deutsche (im Gegensatz zu freiheitlicher orientierten Ländern wie zum Beispiel Russland ) beim Zugriff auf "YouTube Live" einen ausländischen Proxy brauchen. Sogar bei Europawahlen, bei denen wir selbst mitwählen durften.

Natürlich konnten noch nicht alle Fragen abschließend geklärt werden. Mittlerweile reden ja alle vom "Internet der Dinge". Wenn mein Kühlschrank demnächst seinen Füllstand live an Aldi sendet, ist das dann "Web TV" ? Sollte ein Hering drin liegen, der in eine Zeitung gewickelt ist, dann könnte er möglicherweise ein "journalistisch-redaktionell gestaltetes" Angebot senden. Da Aldi aber mehr als 500 Mitarbeiter hat, ist mein Kühlschrank dann vielleicht ein krimineller "Schwarzsender".

Fragen über Fragen. Zum Glück kann man sich mit seinen Fragen an die Landesmedienanstalten wenden. Die Beratung ist kostenlos. Eine Liste findet sich hier. Vielleicht sollten alle mal anrufen und auch ganz andere Fragen stellen.

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