Ideen statt Geld (3): UHD per HbbTV - Anixe Mediathek mit 4K-Content


Das Henne-Ei Problem ist ein altbekanntes Problem. Irgendwie ähnlich ist es auch mit UHD-TV. Ohne vorhandene UHD-Inhalte ist es nicht sonderlich sinvoll, sich einen solchen Fernseher zu kaufen. So lange aber die UHD-fähigen Empfangsgeräte da draußen nur selten anzutreffen sind, ist bei den Sendern die Bereitschaft gering, schon wieder in neue und vor allem teure Produktions-Infrastruktur sowie digitale Sendekanäle mit UHD-Bandbreite zu investieren.

So gibt es aktuell bis heute gerade einmal einen UHD-"Demokanal" per Satellit und ein paar einzelne UHD-Filme auf Netflix. Vielleicht bald auch bei Amazon Prime. Das wars. Wäre da nicht, wie einst bei den Galliern, noch ein kleines entlegenes Dorf....

München, 12. September 2014 – ANIXE HD, der erste frei empfangbare HDTV-Sender Deutschlands, erweitert ab sofort seine Mediathek um Ultra High Definition TV (4K) Content im Bereich Dokumentationen und Spielfilme. Das feinste Fernseherlebnis von morgen heute schon bei ANIXE: Der innovative HD-Sender führt seine Mediathek in die nächste Dimension und bietet seinen Zuschauern ab sofort spannende Ultra HDTV (4K) Inhalte. Das Vierfache der heutigen Full-HD-Auflösung, die vierfache Anzahl an Bildpunkten und eine weitaus breitere Farbpalette für die schärfsten Bilder aller Zeiten – ANIXE nimmt die nächste Evolutionsstufe im HD-Fernseh-Erlebnis und füllt seine Mediathek für HbbTV-fähige Fernsehgeräte mit UHDTV-Inhalten im Bereich hochwertige Dokumentationen. Bis Ende des Jahres wird die Plattform sukzessive mit fiktionalen UHDTV-Inhalten ausgebaut – 100 Stunden im Genre "Spielfilm" stehen auf dem Programm. ANIXE-Geschäftsführerin Jennifer Lapidakis: "Einmal HD-Pionier, immer HD-Pionier: Ultra HD ist als neuester TV-Zukunftstrend in aller Munde und bereits heute schon in unserer Mediathek verfügbar."

Anixe HD? Genau! Fernsehzuschauer mit Satellit oder gutem Kabelanschluss kennen den Sender. Eventuell. Das ist der ganz hinten, der vor allem damit auffiel, von Anfang an schärfer zu sein als die anderen. Anixe wird von der Unternehmerfamilie Lapidakis betrieben und hat als inhabergeführter Sender ohnehin schon so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal in der deutschen Fernsehlandschaft. Gründer und Kommanditist Emmanouil Lapidakis betrieb einst das Internetangebot "lastminute.de" und kam wohl durch dessen Verkauf an das nötige Kleingeld.

Wie einst beim HDTV will Anixe nun wieder als Erster schärfere Bilder als die "Großen" senden. Zuviel Geld? Nein. Eher das Gegenteil. Aber, wie wir schon von Tele 5 gelernt haben, kann man fehlendes Geld oft durch Ideen ersetzen. Manchmal verblüffend einfache Ideen. Ideen, bei denen man sich fragt, warum die, bei denen man angeblich "in der ersten Reihe" sitzt, auf so etwas nicht kommen.

HbbTV zum Beispiel. Die "großen" würden gern eine Art "betreutes Internetfernsehen" daraus machen. Der "Red Button" soll zu weiteren Angeboten aus dem gleichen Haus führen und die gefährliche Suche in der freien Internet-Wildbahn möglichst unterbinden, damit der ahnungslose Zuschauer nicht unter die Netflixxen und Amazonasse gerät und vielleicht für immer verloren geht. Und in schöne neue Werbewelten könnte uns HbbTV geleiten, natürlich. Die Landesmedienanstalten träumen davon, mit Hilfe eines "Barker Channels" und HbbTV irgendwo irgendwie doch noch ein paar Zuschauer für Lokalfernsehen zu finden. Und die Zuschauer?

Bei Anixe hat man anscheinend nach HbbTV-Ideen gesucht, die dem Zuschauer einen wirklichen Mehrwert bieten. Etwas, dass er sucht. Was am Markt noch fehlt. Und siehe da: Per HbbTV kann man auch einen UHD-Fernsehsender bauen. Per Internet und on demand nur, natürlich. Aber für eine Übergangszeit, bis irgendwann eine UHD-fähige Sender-Infrastruktur steht, ist das eine tolle Idee. Das Henne-Ei-Problem ist damit erst einmal gelöst.

Für alle, die UHD-TV's mit HbbTV haben und eine Internetanbindung ab 25 MB pro Sekunde: Suchen Sie im Senderdurchlauf nach "Anixe". Und wenn Sie die Gelegenheit dazu haben: Erzählen Sie die Geschichte weiter. Vielleicht auch dem Runfunkgremien-Politiker ihrer Wahl. Damit vielleicht irgendwann die Einsicht kommt, dass es völlig egal ist, ob Inhalte 3, 7 oder 12 dreiviertel Tage in Mediatheken stehen. Oder ob mehrere Sender gemeinsame Sache machen bei einer deutschen Video on Demand-Plattform für dieses Internetz. Dass es möglicherweise besser ist, wenn weniger Geld ins öffentlich-rechtliche Rundfunksystem fließt. Es blockiert anscheinend Ideen.

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