Gerettet! Gott sei Dank- der Fernseher bleibt

Grafik: BITKOM
Im Vorfeld der kommenden Internationalen Funkausstellung versorgt uns die BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) fleißig mit allerlei interessanten und repräsentativen Umfragen. So hat jetzt das Meinungsforschungsinstitut Aris in Zusammenarbeit mit Bitkom Research 1.004 Personen ab 14 Jahren befragt, welches Consumer Electronics-Gerät für sie unverzichtbar sei. 86% erklärten, der Fernseher sei das Gerät, auf welches sie gar nicht verzichten könnten.

"Der Trend zum Streaming auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablet Computern ergänzt den Fernseher, ersetzt ihn aber nicht", so BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Laut Umfrage könnten nur 2 Prozent der Nutzer "leicht" auf ihr TV-Gerät verzichten, 3 Prozent "eher" und 9 Prozent "eher nicht". Mmh. Laut Grafik standen Smartphones aber nicht zur Wahl.

Der Fernseher werde heute vielseitiger genutzt, nicht mehr nur für den Konsum des klassisch-linearen Fernsehprogramms oder von DVDs und Blu-ray-Discs. Neben Smart TVs, die mit einem direkten Internetzugang ausgestattet sind, könnten Fernseher auch über Zusatzgeräte wie Set-Top-Boxen, Blu-ray-Player und Spielkonsolen an das Internet angeschlossen werden. Das ermögliche das direkte Streaming von Sendungen und Videos aus dem Web. Konsumenten machten sich so vom TV-Programm zeitlich und inhaltlich unabhängig. "Der Fernseher wird immer mehr zum allgemeinen Ausgabegerät von Ton und Bildern aller Art“, so Rohleder."

Hmmh. Nichts anderes schreiben wir hier seit gut zwei Jahren. Niemand will darauf verzichten, ein Finale der Fußball-Weltmeisterschaft oder den einen oder anderen richtig starken Film zu sehen. Nur wollen immer mehr zumindest die Filme sehen, die sie sehen wollen, nicht die, die gesendet werden und sie wollen das zu der Zeit, in der sie es wollen. Und genau das verändert die Geschäftsgrundlage für herkömmliches Fernsehen fundamental. Denn im Gegensatz zu früher ist es jetzt möglich.

Die TV-Geräte würden zudem immer größer. 2014 soll der Absatz von Geräten mit einer Bildschirmdiagonale von 55 bis 59 Zoll (140 bis 150 cm) am stärksten steigen – um 36 Prozent auf rund 900.000 Geräte. Nicht erwähnt, aber von Netz-TV vermutet: Der Absatz kleinerer Bildschirmgrößen wird dementsprechend sinken.

Ein möglicher Verzicht auf CD- oder DVD-Player fiele dagegen den Befragten vergleichsweise leicht. Hier mache sich der Trend weg von physischen Ton- und Bildträgern und hin zum Musik- und Videostreaming bemerkbar. Rohleder: "Vernetzbare Fernseher profitieren vom Trend zum Streamen von Inhalten, physikalische Medien wie CD oder DVD haben es zunehmend schwer."

Tja. Ich habe noch etliche Musikkassetten, aber keine Ahnung was ich damit anfangen soll. Da sind Perlen dabei wie das "Simple Minds"-Album mit "Belfast Child". Da hat man einfach eine unüberwindbare Wegwerfhemmung.

Was haben wir nun gelernt? Keine Ahnung. Die Zeiten ändern sich. Nichts ist ewig. Alles wird gut.

Kommentare