CES 2014 Las Vegas: War was?

Foto: Samsung
Kaum hat das Jahr begonnen ist die CES 2014 in Las Vegas auch schon wieder vorbei und es ist Zeit für ein Fazit.

Vielleicht erwartet man ja im Vorfeld immer zu viel von einer "International Consumer Electronics Show". Die spektakulären Neuheiten, das "one more thing" blieben wieder einmal aus. Es gibt jetzt Zahnbürsten mit eigener App und den Tablet-Halter fürs Klo. Und die Fernseher natürlich. Sie sind schärfer, vernetzter und größer geworden. Und immer mehr auch gewölbt wie Samsungs neuestes 105 Zoll-Prachtstück.

War da nicht was? Ach ja: Die IFA Berlin ist 5 Monate her. Von dort war zu berichten, dass Fernseher schärfer, vernetzter und größer werden. Die Hersteller der smarten TV-Geräte sind innovationsfreudig wie nie- was fehlt, ist das richtig große "one more thing", ein "must have" für die Konsumenten. Ein Ausweg aus Überproduktion und Preisverfall.

Schöner und leichter twittern. Foto: Samsung
Okay. Samsungs "SocialTV" kann jetzt direkter und leichter twittern. Zieht Euch also warm an, liebe WettenDass- Macher vom ZDF.

Auch an der Steuerung des Smart-TV durch Handgesten und/oder mittels Sprachbefehlen wird viel gewerkelt. Ob das was bringt? Ich weiß nicht. Wenn die beste Frau von allen sanft vom Programm ins Reich der Träume geleitet wurde, möchte ich weder wild rumfuchteln noch den Fernseher anschreien. Die reale Situation im "Living Room" entspricht oft nicht den Vorstellungen der Hersteller und verlangt nach anderen Lösungen.

Die aus meiner Sicht interessanteste Nachricht: Wohl unter dem Druck von Entwicklungen wie Second Screen und Chromecast, die auf dem Weg sind, in einer Art feindlicher Übernahme die Steuerung von Smart-TV-Geräten zu okkupieren und die edlen Geräte so zum dummen Display zu degradieren, lassen die Hersteller erstmals die ausgefeilteren Betriebssysteme der Smartphones und Tablets direkt in die Geräte hinein. Leistungsfähigere Prozessoren für Smart TV, die diese Entwicklung begleiten, sind angekündigt.

Was war noch bemerkenswert? Yahoo will Medienhaus werden. "Yahoo Food" und "Yahoo Tech" wird es demnächst geben, so kündigte es Marissa Mayer auf ihrer CES-Keynote an. Verlagen wie Fernsehsendern wird das nicht gefallen. Internetmedien, die eine perfekte Mischung aus den drei Welten Print, TV und Web zu einem Angebot zusammenbringen könnten möglicherweise ja genau das sein, was der Konsument will.

Vielleicht noch 2014 soll es einen Nachfolger für die BlueRay-Disc geben, so die Gerüchteküche, der die neuen 4K-UHD-Fernseher mit Filmen versorgen soll.

Sony hat bemerkt, dass die neue Playstation 4 sich zwar blendend verkauft, aber im Streaming-Bereich hinter die Xbox One von Microsoft zurückzufallen droht. Demnächst wird es "Playstation Now" geben- und in Verbindung damit neben dem Game-Streaming-Service auch ein eigenes Video-Streaming-Angebot von Sony, um Serien und Filme für die Playstation-Besitzer verfügbar zu machen.

Die CEA (Consumer Electronics Association) als Veranstalter jedenfalls vermeldet einen Rekord von mehr als 2 Millionen Quadratfuß an verkaufter Ausstellungsfläche. Die größte CES aller Zeiten empfing mehr als 150.000 Fachbesucher, davon mehr als 35.000 von außerhalb der USA. Wenigstens das fand man zu Recht "amazing". Auch wenn es nirgends offiziell bestätigt wurde, darf man wohl davon ausgehen, dass die Betreiber der Mega-Hotels am Strip dem voll und ganz zustimmen.

Kommentare

Aktuell meist gelesen: