Kopierschutz und DRM: Sony bringt UltraViolet nach Deutschland


Wer hätte nicht gern ein umfangreiches Filmarchiv, um an dunklen Dezembertagen wie heute auf seine persönlichen Favoriten zurückgreifen zu können. Noch besser aber wäre ein Filmarchiv in der Cloud- abrufbar überall da, wo man gerade ist und abrufbar von verschiedenen Endgeräten, von Smart TV wie Tablet oder gar dem Handy. Okay, es gibt Streamingdienste wie zum Beispiel Watchever. Da ist der Lieblingsfilm aber, wenn überhaupt, in der Regel nur über einen begrenzten Zeitraum verfügbar. Dann gibt es Anbieter wie Maxdome, wo man Filme einzeln kostenpflichtig zum Download bekommen kann. Die wunderbare digitale Welt von DRM (Digital Rights Management) und Kopierschutz kann aber die merkwürdigsten Probleme verursachen. Mit "UltraViolet" bringt Sony Pictures Home Entertainment nun eine mögliche Lösung nach Deutschland.

UltraViolet ist eine cloudbasierte DRM-Verwaltung, die solche Wünsche in Zukunft erfüllen soll.
„Wir verfolgen eine klare Strategie mit der Implementierung von UltraViolet in Deutschland, Österreich und der Schweiz“, so Andreas Ditter, "Territory Managing Director" bei Sony Pictures Home Entertainment. „Ab 3. Dezember 2013 werden wir alle Neuheiten inklusive TV-Serien und ausgewählte Videopremieren mit UltraViolet ausstatten. UltraViolet geniesst in anderen Ländern eine hohe Beliebtheit und die Mitgliederzahlen gehen in die Millionenhöhe. Die Vorteile liegen klar auf der Hand und entsprechend sind wir froh, dass wir den Konsumenten in Deutschland, Österreich und der Schweiz von Anfang an die volle Bandbreite an Neuheiten inklusive TV-Serien aus dem Hause Sony Pictures für ihre eigene digitale Sammlung anbieten können“, so Andreas Ditter weiter.

Mit dem Kauf des physischen Produkts von aktuell zum Beispiel „Die Schlümpfe 2“ erwirbt der Konsument automatisch und ohne Zusatzkosten eine digitale UltraViolet-Version des Films. In jeder DVD oder auch Blu-Ray™ ist ein sogenannter „Einlösecode“ (in Form eines Flyers) beigelegt, welcher bei Sony Pictures eingelöst werden kann. Die Nutzung oder auch Eröffnung eines neuen UltraViolet-Accounts ist kostenfrei.

Einmal eingerichtet, bietet UltraViolet eine Vielzahl von Möglichkeiten, sein persönliches Filmarchiv jederzeit und so gut wie über alle Endgeräte und Systeme anzusehen – via Stream oder auch als Download, sowohl zu Hause als auch von unterwegs. Die eigene digitale Bibliothek kann man mit bis zu 5 anderen Personen teilen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Jugendschutz-Einstellungen festzulegen und entsprechend zu verwalten. „UltraViolet schlägt die Brücke zwischen physischer und digitaler Welt. Die eigene Filmsammlung, gebündelt und selbst verwaltet in seinem eigenen, persönlichen digitalen Schließfach und das ohne Zusatzkosten. Trotz aller Euphorie sind wir uns aber bewusst, dass jede neue technische Entwicklung seine volle Akzeptanz erst über eine gewisse Zeit erfährt. Aber gerade durch die positiven Erfahrungswerte in anderen Ländern weltweit sind wir guter Dinge, dass sich der Rechtestandard UltraViolet auch hier in Deutschland, Österreich und der Schweiz über kurz oder lang durchsetzen wird“, so Andreas Ditter.

Ob es so wird, bleibt abzuwarten. Dass aber ein großer Blockbuster-Produzent sich Gedanken darüber macht, wie eine praktikable Lösung für Endverbraucher aussehen könnte, ist erst einmal hoffnungsvolles Zeichen.

Kommentare

  1. Für mich war es der letzt Film den ich gekauft habe. Am Media PC ist die DVD nicht lauffähig. 2 Accounts anlegen, persönliche Daten bekanntgeben, Programme auf den PC installieren und damit Resorcen blockieren, das alles um den Mist downzuladen! Wie dumm glauben die eigentlich das der Kunde ist? Kann nur alle aufrufen da nicht mehr mitzuspielen. Das ist der Dank wenn man seine Videofilme ehrlich kauft und bezahlt. Ich habe an die 200 DVDs und ca 400 CDs bisher käuflich erworben. jetzt ist schluß! Gibt Radio und TV das reicht. Die Filme kommen sowiso bald ins Fernsehen und da kosten sie nichts. Lassen sich dann aufnehmen und speichern wie man will. Erst wenn die Masse so denkt kommen die Freunde zurück auf den Boden der Realität.

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    1. Ich glaube auch nicht, dass UltraViolet das DRM-Problem wirklich lösen wird. Eigentlich sehe ich derzeit gar keine Lösung in Sicht, die das Hollywood-Geschäftsmodell der DVD ins digitale Streaming-Zeitalter bringt.

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