Bundesliga Youtube-Kanal: Deutsche müssen draußen bleiben

"Spectacular scenes, great goals and funny videos: whether it is Franck Ribery, Bastian Schweinsteiger, Marco Reus or Robert Lewandowski - the stars of the Bundesliga (the German professional football league) will now be brought even closer to their fans with the launch of the league’s official YouTube channel. This new offering is the perfect complement to the existing media partnerships which give all 209 FIFA member states broadcast access to the Bundesliga...."

Screenshot: Youtube
Vergesst es. Youtube meldet: "Der betreffende Nutzer hat das Video in deinem Land nicht zur Verfügung gestellt." Gucken, was man gucken könnte, wenn man denn gucken könnte darf man schon. Aber dann ist auch Schluss.

Spektakuläre Szenen, tolle Tore und witzige Videos bleiben mir verborgen, weil ich Deutscher bin, oder genauer, weil ich von Deutschland aus bei Youtube aufschlage.

Aber die Bundesliga hat jetzt einen offiziellen Youtube-Kanal fürs Ausland. Es gibt sogar eine eigene Redaktion, die englischsprachige Videos für die Welt produziert. Nur nicht für uns. Ein wenig ist es sogar verständlich, dass die Bundesliga auf Youtube Videos nicht kostenlos zeigen will, um die es gerade Ärger gab, weil sie diese ohnehin schon doppelt verkauft hat. Also die Rechte für solche Videos, nicht die Videos. 

Andererseits ist man auf Youtube angewiesen, will man für den deutschen Profi-Fußball das internationale Geschäft befördern. Da sind die europäischen Konkurrenz-Ligen aus Spanien oder Italien, insbesondere aber aus England der Bundesliga noch weit voraus.

In der Konsequenz führt das dann zu einem Youtube-Kanal mit dem Label "Deutsche müssen draußen bleiben". Wir sind ja Youtube-Leid gewöhnt, auch die Gema sorgt ja dafür, dass für einen noch weit größeren Teil des Youtube-Universums die Mauer digital wieder errichtet wurde- diesmal allerdings um ganz Deutschland. Wir sollen unsere Bundesliga fürs Fernsehen in den USA bei Rupert Murdoch kaufen.

Im Bundesliga-Fall geht es wohl nicht anders. Aber verrückt ist es doch. Und ungerecht. Denn kostenlos zurück gibt es auch nicht viel.

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