"One more thing" beim Google-Event: Chromecast

Heute war Google-Event. Offiziell wurde zum "Frühstück mit Sundar Pichai" nach San Francisco eingeladen- da aber eine Übertragung im Livestream angekündigt wurde (nach MEZ war das dann 18 Uhr) wurde allgemein das mittlerweile übliche Vorstellungs-Theater-Bohei erwartet, das stattfindet wann immer ein neues Hightech-Teil von den Entwicklern im Silicon Valley an die Produzenten in Asien gegeben wird.
Allgemein erwartet und auch geliefert wurde ein neues Nexus 7 - Tablet.
Aber es gab (ohne die sicher mittlerweile copyright-geschützten legendären Steve Jobs-Worte) zumindest ein kleines "one more thing": Chromecast.
Screenshot Google Play Store
Chromecast ist ein Dongle - der im US-Store (angeblich bald auch bei uns) von Google Play für schlappe 35 Dollar erhältliche Streaming-Stick wird per HDMI an den heimatlichen Fernseher angeschlossen und kann dann Videos und Filme (aber auch Fotos, Musik und sogar Webseiten) vom PC, Tablet oder Handy auf den großen Bildschirm bringen.

Um Google-TV ist es ja seit geraumer Zeit recht ruhig geworden. Nach wie vor drängt Google aber auf den großen Bildschirm, der in den Wohnzimmern steht. Hier werden schließlich noch immer die großen Werbegelder verteilt.

Chromecast ist ein kleiner, nach ersten Eindrücken aber gelungener Schritt auf dem noch weiten Weg zum "Google TV"- vielleicht wird die wirklich funktionierende Lösung ja ganz anders als man sich das heute so vorstellt. Auf jeden Fall wird erst einmal ein Konkurrenzgerät zu Apples "Airplay" zum absoluten Kampfpreis auf den Markt geworfen. Und im Gegensatz zum Apple-Gerät ist Chromecast sogar -relativ- Plattformneutral und funktioniert zum Beispiel auch mit dem Iphone.

Ein Nexus 7 Tablet plus Chromecast- wer braucht dann eigentlich noch die nach wie vor verfrickelten SmartTV-User-Interfaces der TV-Gerätehersteller, die meist auf nervig leistungsarmen und damit quälend langsamen Billigprozessoren laufen?
Wenn diese nicht bald aufwachen werden sie von Google, Apple und demnächst wohl auch Microsoft und Intel auf die Rolle des Bildschirm-Lieferanten reduziert.

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