Kampf um die Inhalte: US-Kabelkonzerne wollen Web-TV den Weg auf den Fernseher versperren

Der Apple-TV blieb auch diese Woche der Keynote fern- statt "one more thing" gabs one more something in San Francisco. Ein Hauptgrund dafür sind sicherlich die -in Amerika ist alles anders- Verhältnisse im US-TV-Markt. Der US-Markt wäre für ein solches Gerät sicher der wichtigste- und ohne Programm macht ein neuer Fernseher wenig Sinn. Die Verhandlungen von Apple mit den Besitzern der Programme waren bisher ohne Ergebnis. Diese hätten unter anderem die Kontrolle über die Bedienung verlangt, so hieß es. Dann aber wäre das Gerät nicht mehr das, was Steve Jobs einst plante.
Eiszeit

Programmbesitzer sind im US-Markt in der Regel die großen amerikanischen Kabelgesellschaften. In den USA haben die Kabelnetzbetreiber die Macht im TV-Geschäft. Während in Deutschland zumindest bisher der TV-Kabelanbieter quasi nur der Postbote ist, der den Sender ins Haus bringt, bieten US-Kabelkonzerne für monatliche Gebühren den Zugang zu Fernsehprogrammen, die sie selbst produzieren oder einkaufen und wehren sich gegen alle Angriffe auf diese Schlüsselposition.
Bewegtbilder in großer Auswahl ganz einfach on Demand über den Internetanschluss- das könnte diesen meist recht teuren Service entbehrlich machen.

So mehren sich derzeit Berichte darüber, dass versucht wird, attraktive Inhalte vom Internet fernzuhalten. Bloomberg berichtet, dass zum Beispiel Time Warner Cable den produzierenden Medienunternehmen zusätzliche Zahlungen bei Wohlverhalten anbietet oder andernfalls auch mal schlechtere Programmplätze ankündigt. Parallel dazu wird eifrig am eigenen "Inhouse" On-Demand-Angebot geschraubt bis hin zur eigenen App zum Direktabruf auf den Fernsehgeräten.
Möglicherweise wird dies Apple, Google oder Intel ein wenig aufhalten- dauerhaft glaube ich das nicht. Denn der Frust der US Kunden über die Kabelkonzerne ist groß- wie dieses Video vom März zeigt: 


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